Glossar

  • (as)
    as steht für ᶜalayhi s-salām (arabisch عَلَيْهِ السَّلَام): „Auf ihm sei Frieden!“.Dieser Segensspruch wird bei der Nennung des Namens früherer Propheten und der Erzengel verwendet.
  • (awj)
    awj steht für ᶜazza wa jalla (arabisch عَزَّ وَجَلَّ): "Allwürdig und herrlich (ist Er)." Diese Redewendung wird bei der Erwähnung des Namens Allāhs angefügt.
  • (jj)
    jj steht für jalla jalāluhu, (arabisch جَلَّ جَلَالُهُ): “Möge sein Ruhm groß sein." Ausdruck von Ehrerbietung, der der Erwähnung des Namen Gottes folgt.
  • (qs)
    qs steht für qaddas Allāh sirrhu (arabisch قَدَّس اللّٰه سِرّْهُ): “Möge Gott sein Geheimnis heiligen.” Es wird aus Respekt gegenüber einer heiligen Person oder einem spirituellen Meister bei Nennung seines Namens verwendet.
  • (ra)
    ra steht für raḍiya Allāh ᶜanhu (arabisch ‏رَضِيَ اللّٰهُ عَنْهُ): „Möge Gott mit ihm zufrieden sein!“ Dieser Segensspruch wird bei der Nennung eines Gefährten des Propheten Muḥammads (saws) verwendet.
  • (saws)
    saws, auch saw, steht für ṣallāllāhu ʿalayhi wa sallam (arabisch صَلَّى اللّٰهُ عَلَيِهِ وَ سَلَّم):  „Gott segne ihn und schenke ihm Heil!“ Segensspruch, der der Erwähnung des Namens des Propheten Muḥammad folgt.
  • (swt)
    swt steht für subḥānahu wa taᶜāla (arabisch سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى): "Gepriesen und hoch gelobt sei er."; Ausdruck, der der Erwähnung des Namens Allāh folgt.
  • (t)
    t steht für taᶜāla (تَعَالَى): "Hoch gelobt sei er."; Ausdruck, der der Erwähnung des Namens Allāh folgt.
  • (ﷻ)
    ﷻ heißt jalla jalāluhu, (arabisch جَلَّ جَلَالُهُ): “Möge sein Ruhm groß sein."Ausdruck von Ehrerbietung, der der Erwähnung des Namen Gottes folgt.
  • (ﷺ)
    ﷺ heißt ṣallāllāhu ᶜalayhi wa sallam (arabisch صَلَّى اللّٰهُ عَلَيِهِ وَ سَلَّم):  „Gott segne ihn und schenke ihm Heil!“ Segensspruch, der der Erwähnung des Namens des Propheten Muḥammad folgt.
  • Abū Bakr
    Abū Bakr ᶜAbdallāh ibn Abī Quhāfa aṣ-Ṣiddīq (arabisch َأَبُو بَكْر عَبْدُ اللّٰهِ إِبْنْ أَبِي قُحَافَةَ أَلصِّدِيق): Nachfolger des Propheten Muḥammad und somit erster Stellvertreter (Kalif) (632 - 634); geb. um 573 in Mekka; gest. 23. August 634 in Medina) war einer der ersten Anhänger des Propheten (saws);
  • Aᶜūdhu billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm
    Aᶜūdhu billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm (arabisch: أَعُوذُ بِأَللهِ مِنَ أَلشَّيطَانِ أَلرَّجِيمِ): "Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Satan."
  • Adab
    Adab (arabisch أَدَب): gutes Benehmen, feine Sitte
  • Adabu ṭ-ṭarīqah
    Adabu ṭ-ṭarīqah (arabisch ‏‎أَدَبُ أَلطَّرِيقَةِ): Die (täglichen) Übungen in der Ṭarīqa.
  • Adhān
    Adhān (arabisch أَذَان): Islamischer Gebetsruf. Es ist der 1. Gebetsruf zu Beginn der Gebetszeit. Die Wurzel des Wortes ist adhina (arabisch أَذِنَ) und bedeutet „zuhören, hören, informiert werden“.
  • Aḥādīth
    Aḥādīth (arabisch ‏أَحَادِيث‎): Erzählungen, Berichte, Mitteilungen, Überlieferungen; Plural von Ḥadīth; bezeichnet die Überlieferungen der Aussprüche und Handlungen des Propheten Muḥammad (saws) sowie der Aussprüche und Handlungen Dritter, die er stillschweigend gebilligt hat.
  • Ahlu l-bayt
    Ahlu l-bayt (arabisch أهل البيت): "Leute des Hauses",  ist ein Begriff, mit dem die Familie bzw. die Nachkommen des Propheten Muḥammad (saws) bezeichnet werden.
  • Ahlu s-Sunna
    Ahlu s-Sunna, abgekürzt für Ahlu s-Sunna wa l-Jamāᶜa (arabisch أهل السنة والجماعة) die Gruppe „Volk der Tradition (des Propheten Muḥammad) und der Gemeinschaft“ bildet die größte Glaubensrichtung im Islam.  Sie wird auch als Sunniten bezeichnet.
  • Ahlu s-Sunna wa l-Jamāᶜa
    Ahlu s-Sunna wa l-Jamāᶜa (arabisch أهل السنة والجماعة) die Gruppe "Volk der Tradition (des Propheten Muḥammad) und der Gemeinschaft" bildet die größte Glaubensrichtung im Islam.  Sie wird auch als Sunniten bezeichnet.
  • Ākhira
    Ākhira (arabisch آخرة): Jenseits
  • al-ᶜAshara al-Mubasharūn
    al-ᶜAshara al-Mubasharūn, abgekürzt kurz für al-ᶜAshara al-Mubasharūn bi-l-Janna bi-l-Janna (arabisch العشرة المبشرون بالجنّة‎‎): "Die zehn (Gefährten), denen das Paradies versprochen  worden ist."
  • al-ḥamdulillāh
    al-ḥamdulillāh  (‏الحمد لله‎ „Lob sei Gott, Gott sei Dank“)  auch als Hamdala (arabisch ‏حمدلة‎, DMG ḥamdala) bezeichnet, die in dem zweiten Vers der ersten Sure al-Fātiha des Korans vorkommt und eine wichtige Rolle im Alltagsleben der Muslime spielt. Sie entspricht in etwa der hebräischen Formel Halelu Yah. Muslime und arabisch sprechende Juden und Christen weben den Satz so häufig in den alltäglichen Sprachgebrauch ein, dass die Phrase hamdala / ‏حمدل‎ / „al-Hamdu-li-llah Sagen“ sich entwickelte. Die dreikonsonantige Wurzel H-M-D (ح م د), die „Lob“ bedeutet, findet man ebenfalls in den Namen Muhammad, Mahmud, Hamid und Ahmad.
  • al-Sāᶜa
    al-Sāᶜa (arabisch السَاعَة): die (letzte) Stunde; auch Yawm al-qiyāmāh (arabisch يوم القيامة  ): der jüngste Tag‚ Tag der Auferstehung;  auch Yawm al-Āḫar  (arabisch يوم الأخر):  der letzte Tag; Yawm al-Ḥiṣāb (arabisch يوم الحساب): Tag der Abrechnung; Yawm ad-dīn, ويوم الدين): Tag des Gerichts oder Al-saᶜa: die (letzte) Stunde
  • Allāh
    Allāh (arabisch ‏اللّٰه) Gott.
  • Allāhu akbar
    Allāhu akbar (arabisch‏الله أَكْبَر‎): "Gott ist am größten." Diese häufig gebrauchte Gebetsformel wird als Takbīr (arabisch ‏تَكْبِير‎) bezeichnet
  • Allāhumma
    Allāhumma (اللَّهُمَّ): "Lieber Gott..."
  • Amān
    Amān: Sicherheit, Schutz
  • Amīr
    Amīr, auch Emir (arabisch أمير) „Befehlshaber“, „Fürst“, „Stammesfürst“, „Prinz“ oder „Gouverneur“;  von amara:„befehlen“. In früh islamischer Zeit befehligte ein Amīr eine muslimische Soldatentruppe; nach Eroberungen nahm er dann den Platz des dortigen Gouverneurs ein. Mit zunehmender Macht herrschten später einige Emire mehr oder weniger souverän (Emirat), strebten aber meist eine Anerkennung durch den Kalifen an.
  • Amr bi l-maᶜrūf
    Amr bi l-maᶜrūf  (arabisch الأمر بالمعروف): Das Rechte gebieten Al-amr bi l-maᶜrūf wa-n-nahy ᶜani l-munkar (arabisch الأمر بالمعروف والنهي عن المنكر) Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten; ist ein wichtiger Grundsatz koranischen Ursprungs: „Ihr gebietet, was recht ist, und verbietet, was verwerflich ist.“ (Sure 3, Vers 110).
  • Anṣār
    Anṣār (arabisch أنصار): "Helfer"; die Anhänger des Propheten Muḥammad aus der Stadt Yathrib (später Medina) bezeichnet, die ihn und seine Anhänger aus Mekka, die sogenannten Muhājirūn, im Jahr 622 in ihrer Stadt aufnahmen.
  • ar-Rabbani
    ar-Rabbani, auch ar-Rabbaniyya, bedeudet "wahre Dienerschaft". Rabbaniyya ist der Weg der Dienerschaft für den Schöpfer. Das ist die Essenz, der Samen jedes spirituellen Weges. Der wichtigste Zweck aller Religionen ist die Menschheit zu göttlicher Liebe und der Kunst wahrer Dienerschaft zu führen.
  • As-salāmu ᶜalaykum
    As-salāmu ᶜalaykum (arabisch: ‏السلام عليكم‎) "Der Frieden sei auf euch!", "Friede sei mit dir/euch!" ist der islamische Gruß.
  • As-salāmu ᶜalaykum wa-raḥmatullāhi wa barakātuhu
    As-salāmu ᶜalaykum wa raḥmatullāhi wa barakātuhu (arabisch  السلام عليكم ورحمة الله وبركاته )  „Der Frieden sei auf euch und Gottes Erbarmen und sein Segen.“
  • as-Sumūt ash-Sha’an
    as-Sumūt ash-Sha’an  (arabisch أَلشَّأْن السموت): "die Wege der Dinge"; Plural von as-samt (arabisch السمت): "der Weg" und ash-Sha’an (arabisch أَلشَّأْن): "Dinge", Angelegenheiten"
  • Astaghfirullāh
    Astaghfirullāh (arabisch أَسْتَغْفِرُ اللّٰهِ): "Ich suche Vergebung von Gott."
  • Awliyā’
    Awliyā’ (arabisch  أولياء): Freunde Gottes oder Heilige Mehrzahl von walī (arabisch  ولي ), wird meist verkürzt für Awliyā’ Allāh (Einzahl: Waliullah) verwendet.
  • Awliya’allāh
    Awliya’allāh oder Awliya’ullāh oder kurz awliya ist die Mehrzahl von wāli.
  • Awrad
    Awrad (arabischأَوْرَد ): Lesung
  • Awwalīn wa l-akhirīn
    al-Awwalīn wa l-akhirīn, der Erste und der Letzte
  • Āyah
    Āyah (arabisch آية‎, pl. Āyāt آيات‎): „Zeichen“, „Vers“, nennt man im Koran im Allgemeinen einen Vers in einer Sure. Grundbedeutung des Wortes ist „Zeichen“, „Wunder“ oder „Beweis“. Dabei handelt es sich um Zeichen in der Natur, in denen sich Gottes Macht manifestiert, um Ereignisse, deren Urheber ein Prophet ist, und um Zeichen – vergangene und zukünftige –, die ein Prophet als Offenbarung Gottes mitteilt.
  • Āyatu l-kursī
    Āyatu l-kursī (arabisch  آية الكرسي ): der Thronvers  ist ein Vers aus der 2. Sura (البقرة al-Baqara) des Koran, benannt nach dem darin erwähnten Thron Gottes.
  • Badr
    Badr (arabisch غزوة بدر) steht für Ghazwat Badr (arabisch غزوة بدر): "die Schlacht von Badr"; ein Ort im Ḥijāz, im Westen der arabischen Halbinsel.
  • Bahr-e-Amiq
    Bahr-e-Amiq ist ein Ort.
  • Balā’
    Balā’ (arabisch بلاء ): Pest; Schwere, Schwierigkeiten
  • Barakah
    Barakah (arabisch  بركة): Segen
  • Basmala
    Basmala (arabisch بسملة): bezeichnet die Gebetsformel Bismillāhi r-Raḥmāni r-Raḥīm. (arabisch بِسْمِ اللهِ إِلرَّحْمَٰن إِلرَّحِيمِ) „Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Gnädigen."  Diese Gebetsformel, die mit einer Ausnahme am Anfang jeder Sure des Korans steht, spielt eine äußerst wichtige Rolle im Gottesdienst und Alltag der Muslime.
  • Bayān
    Bayān (arabisch بيان): Ausdruck, Erklärung, Deklaration
  • Bayᶜa
    Bayᶜa (arabisch بيعة): Ritual, bei dem eine einzelne Person oder eine Gruppe von Menschen einem Herrscher oder Meister die Gefolgschaft und Loyalität verspricht. Vorbild ist hierbei das Versprechen der Gefolgschaft der ersten Muslime gegenüber dem Propheten Mohammed.
  • Bayᶜah
    Bayᶜah:  der geistige Bund mit dem Scheich.
  • Baytu l-ᶜatīq
    Baytu l-ᶜatīq (arabisch  بيت العتيق ): das antike Haus, Bezeichnung der Kāᶜba im Koran (22:33)
  • bi ḥurmati l-ḥabīb, bi ḥurmati l-fātiḥa
    Bi ḥurmati l-ḥabīb, bi ḥurmati l-fātiḥa (arabisch  بِحُرْمَةِ أَلحَبِيب بِحُرْمَةِ الفاتحة): bei der Heiligkeit des Geliebten, bei der Heiligkeit der Sure al-fātiḥa.
  • bilā
    bilā (arabisch بلا ): ohne
  • Binā’an ᶜalayhi
    Binā’an ᶜalayhi (arabisch بناءً عليه ): aus diesem Grund
  • bismillāh
    bismillāh ("Im Namen Gottes") ist ein Teil der basmala (arabisch ‏ بسملة‎) ist eine arabische Anrufungsformel, die mit einer Ausnahme am Anfang jeder Sure des Korans steht und eine äußerst wichtige Rolle im Gottesdienst und Alltag der Muslime spielt. Sie lautet:الرحيم ‏بسم الله الرحمن  / bismi ʾllāhi ʾr-raḥmāni ʾr-raḥīmi / „Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes“, Ar-rahman („der Barmherzige“) und ar-rahim („der Gnädige“) sind auch die ersten beiden der 99 Namen Allahs.
  • Bismillāhi r-raḥmāni r-raḥīm
    Bismillāhi r-raḥmāni r-raḥīm (arabisch بسم الله الرحمن الرحيم): "Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Gnädigen." Diese Gebetsformel wird die Basmala (arabisch  بسملة) genannt. Sie steht mit einer Ausnahme am Anfang jeder Sure des Korans und spielt eine äußerst wichtige Rolle im Gottesdienst und Alltag der Muslime.
  • ᶜAbd
    ᶜAbd (arabisch عبد, pl. عبيد oder عباد): Diener
  • ᶜAbd Allāh al-Fā'iz ad-Dāghistānī
    ᶜAbd Allāh al-Fā'iz ad-Dāghistānī (qs) ist der 39. Shaykh in der Überlieferungskette des Naqshbandi Sufiordens.
  • ᶜĀfiyah
    ᶜĀfiyah (arabisch عافية): Gesundheit
  • ᶜAlī
    ᶜAlī (arabisch علي): "der Hohe, Erhabene"; männlicher Vorname; Name von ᶜAlī ibn Abī Ṭālib.  
  • ᶜAlī ibn Abī Ṭālib
    Abū l-Ḥasan ᶜAlī ibn Abī Ṭālib (arabisch أبو الحسن علي بن أبي طالب): 4. Kalif (656 - 661); geb. um 600 in Mekka; gest. 28. Januar 661 in Kufa; der Vetter und Schwiegersohn des Propheten Muḥammad (saws). Er war der erste (oder zweite) männliche Anhänger Muḥammads (saws) und heiratete dessen Tochter Fatima.
  • ᶜĀlim
    ᶜĀlim (arabisch عالم): Wissender, Gelehrter
  • ᶜArafāt
    ᶜArafāt (arabisch عرفات) ist eine Ebene, rund 20 km südöstlich von Mekka, in der das zentrale Ritual der Wallfahrt (Ḥajj) stattfindet. Der Tag, der für dieses Ritual vorgesehen ist, der 9. Dhū l-Ḥijja, und wird auch ᶜArafāt-Tag (arabisch يوم عرفة) genannt.
  • ᶜAshq
    ᶜAshq (arabisch عشق): Liebe
  • ᶜĀshūrā’
    ᶜĀshūrā’ (arabisch عاشوراء) von ᶜashara (arabisch عَشَرَة / ‚zehn‘): der zehnte Tag des Monats Muḥarram. Dieser Tag ist für alle Muslime bedeutsam und wird unterschiedlich gefeiert.
  • ᶜAṣr
    ᶜAṣr (arabisch عصر) wörtl. Zeitalter, Ära, Periode, Zyklus; Zeit des Nachmittagsgebets;
  • ᶜazamat
    ᶜazamat: Majestät, Größe
  • ᶜAẓīm
    ᶜAẓīm (arabisch عظيم): "großartig, herrlich"; einer der Namen Gottes.
  • ᶜazza wa jalla
    ᶜazza wa jalla (arabisch عَزَّ وَجَلَّ): "Allwürdig und herrlich (ist Er)." Diese Redewendung wird bei der Erwähnung des Namens Allāhs angefügt.
  • ᶜIbādah
    ᶜIbādah (arabisch عبادة): Gottesdienst, Ehrerbietung
  • ᶜĪd
    ᶜĪd (arabisch عيد): "Fest", "Feier";
  • ᶜĪd al-Aḍḥā
    ᶜĪd al-Aḍḥā (arabisch عيد الأضحى): das Opferfest;  das höchste islamische Fest.
  • ᶜĪd al-Fiṭr
    ᶜĪd al-Fiṭr (arabisch عيد الفطر): Fest des Fastenbrechens; Fest im unmittelbaren Anschluss an den Fastenmonat Ramaḍān in den ersten zwei bis vier Tagen des Folgemonats Shawwāl.
  • ᶜIfrīt
    ᶜIfrīt (arabisch عفريت): ein Typ Dämon: bösartig, teuflisch.
  • ᶜIlm
    ᶜIlm (arabisch علم): Wissen
  • ᶜIlmu ladunī
    ᶜIlmu ladunī: Wissen, das direkt von Gott in Form einer mystischen Intuition gegeben wird
  • ᶜIshā’
    ᶜIshā’ (arabisch عشاء): wörtl. "Abend"; die Zeit des Nachtgebets
  • ᶜUlamā’
    ᶜUlamā’ (arabisch علماء, Plural von  عالم / ᶜālim / „Wissender“) heißen die Religionsgelehrten des Islam.
  • ᶜUmar
    ᶜUmar steht für ᶜUmar ibn al-Chaṭṭāb (arabisch عمر بن الخطاب): der zweite Kalif des Islam (634–644); geb. 592 in Mekka; gest. 3. November 644 ebenda; sein Beiname lautet al-Fārūq - der die Wahrheit von der Lüge unterscheidet.
  • ᶜUmra
    ᶜUmra (arabisch عمرة), die kleine Pilgerfahrt nach Mekka. Die ᶜUmra kann im Gegensatz zur Ḥajj jederzeit im Jahr durchgeführt werden.
  • ᶜUrs
    ᶜUrs (arabisch عرس‎): Hochzeit; für die Sufis bedeutet ᶜurs die Vereinigung / Hochzeit des Liebenden (des Meisters) mit dem Geliebten (Allah) am Tag des physischen Todes, weil die Seele vom Diesseits in das Jenseits hinüberwechselt.  
  • ᶜUthmān
    ᶜUthmān (arabisch عثمان): arabischer Vorname;  Name des dritten Kalifen ᶜUthmān ibn ᶜAffān.
  • ᶜUthmān ibn ᶜAffān
    ᶜUthmān ibn ᶜAffān (arabisch عثمان بن عفان): der dritte Kalif (644–656); geb. 574 in Mekka; gest. 17. Juni 656 in Medina.
  • Dajjāl
    Dajjāl (arabisch الدّجّال): der Täuscher, Betrüger, Schwindler; Der dajjāl ist eine Gestalt, die vor dem „Tag der Auferstehung“ erscheinen soll. Er ist vergleichbar mit dem Antichrist und mit der jüdischen Überlieferung von Armilus.
  • Dalā’il al-Khayrāt
    Dalā’il al-Khayrāt (arabisch دلائل الخیرات): berühmte Sammlung von Gebeten für den Propheten Muḥammad  
  • Dargāh
    Eine Dargāh (persisch درگاه dargāh osmanisch تكيه tekye; bosnisch tekija; albanisch teqe; arabisch زاوية zāwiya;  bzw. خانقاه chāneqāh, aus letzterem auch transkribiert Khanqah, Khaniqah oder Khanqa; pl. die Tekken) ist ein Zentrum einer Sufi-Bruderschaft (Derwisch-Orden, bzw. tariqa) und bedeutet so viel wie „Rückzugsort“, „Schutz“ und „Asyl“. Es finden dort hauptsächlich Dhikr-Zeremonien statt.
  • Dastūr
    Dastūr (arabisch دستور): um Erlaubnis bitten
  • dhalīl
    dhalīl: verachtet
  • Dhikr
    Dhikr (arabisch ‏ذكر‎): Gedenken bzw. Dhikr Allāh, oder auch Dhikrullāh (arabisch ‏ذكر الله‎): Gedenken Gottes, versteht man im Islam eine meditative Übung zur Vergegenwärtigung Gottes. Besonders im Sufismus wird diese meditative Übung sehr intensiv (von Sufis bzw. Derwischen) vollzogen. Die verschiedenen Sufiorden unterscheiden sich nach der Art der Gestaltung dieses Rituals. Derjenige, der ein Dhikr (deutsch auch Zekr und Zikr) ausübt, wird als Dhākir bezeichnet.
  • Dhikrullāh
    Dhikrullāh , oder kurz auch Dhikr, (arabisch ذكر اللّٰه) "Gottesgedenken". Speziell wird damit eine meditative Übung zur Vergegenwärtigung Gottes bezeichnet.
  • Dhū l-fiqār
    Dhū l-fiqār: das Schwert von Sayyidna ‘Ali (ra), das ihm vom Heiligen Propheten Muhammad (saws) gegeben worden war
  • Dhū l-Ḥijja
    Dhū l-Ḥijja (arabisch ذُو الحِجّةِ) ist der zwölfte Monat des islamischen Kalenders.
  • Dhū l-Jalāl
    Dhū l-Jalāl: der Majestätische, der Besitzer von Majestät. Das ist einer der Namen Gottes.
  • Dhū l-Qaᶜda
    Dhū l-Qaᶜda (arabisch ذو القعدة) ist der elfte und vorletzte Monat des islamischen Kalenders.
  • Dīwān
    Dīwān (arabisch ‏ديوان‎ ): Sammlung, Register, Versammlung
  • Duᶜā’
    Duᶜā’ (arabisch ‏دعاء‎): Anrufung, Bitte, bezeichnet im Islam die persönliche Form des Bitt- oder Dankgebets. Ein Duʿā' kann zu jeder Tages- und Nachtzeit gesprochen werden, im Gegensatz zur Ṣalāt, dem rituellen Gebet, das dem Muslim zu festgelegten Zeiten vorgeschrieben ist. Man kann ebenso eine klare Abgrenzung zum Dhikr ziehen, der eher nach innen gerichtet ist, während das Duᶜā’ eine formulierte Bitte umschließt.
  • Dunyā
    Dunyā (arabisch دنيا ): das Diesseits
  • Efendi
    Efendi (auch Effendi) ist eine türkische Form der Anrede und bedeutet so viel wie „Herr“. Der Plural lautet Efendiler.
  • Faḍīlah
    Faḍīlah (arabisch فَضِيلَةٌ  pl. فَضَائِلُ): "Verdienst", "Tugend". Faḍīlah bedeutet auch eine Stufe im Paradies, die über der gesamten Schöpfung steht.
  • Fajr
    Fajr (arabisch فجر): Morgendämmerung, Morgenröte; Zeit für das Morgengebet
  • Fakhru l-Kā’inat
    Fakhru l-Kā’inat (arabisch فخرُ الكائنات ): Stolz der Schöpfung. Ehrentitel des Propheten Muḥammad (saws)
  • Falaq
    Al-Falaq (arabisch الْفَلَق): „Das Frühlicht“; die 113. Sure des Korans.
  • farḍ
    farḍ (arabisch ‏فرض) "Pflicht", auch farīḍa (arabisch ‏فريضة) bedeutet „religiöse Pflicht“, „(göttliche) Verordnung“, „Verordnung“. Farḍ ist die Summe derjenigen religiösen Verpflichtungen, die Muslime bedingungslos zu erfüllen haben. Das Verb dazu ist faraḍa bzw. iftaraḍa und kommt entsprechend in der Bedeutung von: „jemandem etwas als (religiöse) Pflicht auferlegen“, „verordnen“, „für verbindlich erklären“ sowohl im Koran als auch im Hadith vor.
  • Fātiḥa
    al-Fātiḥa (arabisch ‏الفاتحة‎): "die Eröffnung" ist die erste Sure des Korans. Sie wird auch fātiḥatu l-kitāb (die Eröffnung des Buches), fātiḥatu l-Qurʾān  (die Eröffnung des Korans) und umma l-kitāb (die Mutter des Buches) genannt.
  • Fāṭima
    Fāṭima (arabisch فاطمة) arabischer Name, der „Die entwöhnt (oder: entwöhnt hat)“ bedeutet. Fāṭima Zahrā („Fatima, die Leuchtende“, „Strahlende“) war die Tochter des Propheten Muḥammad (ﷺ).
  • Fatwā
    Fatwā (arabisch ‏فتوى‎, pl. fatāwā ‏فتاوى‎ ): eine von einer muslimischen Autorität auf Anfrage erteilte Rechtsauskunft, die dem Zweck dient, ein religiöses oder rechtliches Problem zu klären, das unter den muslimischen Gläubigen aufgetreten ist.
  • fī amānillāh
    fī amānillāh (في أمان الله): "Im Schutz Gottes"; wird als Verabschiedung gesagt.
  • fī sabīlillāh
    fī sabīlillāh (arabisch فِي سَبِيلِ اللّٰهِ): "für die Sache Gottes."
  • Firqatu n-nājīyatu
    al-Firqatu n-nājīyatu (arabisch الفرقة الناجية, plural: فرق; firaq): die gerettete Gruppe
  • Fitna
    Fitna (arabisch فتنة): Streit, Intrige, Heimsuchung
  • Fiṭra
    Fiṭra (فطرة): angeborene Veranlagung zum Guten, zu Tugendhaftigkeit, Wissen, und Schönheit.
  • Ghusl
    Ghusl (arabisch غسل): "große rituelle Waschung"; ist die allgemeine Waschung des Körpers, die im Zustand der großen rituellen Unreinheit (janāba) zu verrichten ist. Das Wort ist aus dem Verb gh-s-l (waschen, sich waschen) abgeleitet. In der Sunna und Rechtsliteratur ist auch die abgeleitete Form ightisāl üblich. Es ist nicht mit der rituellen Waschung Wuḍū’ vor dem Gebet zu verwechseln.
  • Ḥabībi Mujtaba
    Ḥabībi Mujtaba: Muhammad (saws), der Freund und der Auserwählte Gottes
  • Ḥabībi Mustafa
    Ḥabībi Mustafa: Muḥammad (saws), der Freund und der Auserwählte Gottes
  • Ḥabību r-Raḥmān
    Ḥabību r-Raḥmān (arabisch حبيب الرحمان): der Freund des Barmherzigen
  • Ḥabībullāh
    Ḥabībullāh (arabisch حبيب الله): der Geliebte Gottes
  • Haḍirūn
    Haḍirūn (arabisch الحاضرون): Anwesende. Mit Ya Haḍirūn! (O, Anwesende!) spricht man Zuhörer an.
  • Ḥadīth
    Ḥadīth (arabisch حَدِيث‎): Erzählung, Bericht, Mitteilung, Überlieferung. Ḥadīth bezeichnet die Überlieferungen der Aussprüche und Handlungen des Propheten Muḥammad (saws) sowie der Aussprüche und Handlungen Dritter, die er stillschweigend gebilligt hat. Der Begriff wird sowohl für die Gesamtheit dieser Überlieferungen verwendet als auch für die einzelne Überlieferung. In letzterem Fall wird dazu der Plural Ḥadīthe oder Aḥādīth gebildet.
  • Ḥadīth qudsi
    Ein Ḥadīth qudsi ist im Gegensatz zum Gros der Überlieferungen (Ḥadīth) nicht prophetischen (nabawi / نبوي), sondern göttlichen ("heiligen": qudsi / قدسي) Ursprungs; eine Aussage Gottes, die nicht von Engel Gabriel überbracht wurde und deshalb nicht Teil des Korans ist.
  • Hadra
    Hadra (arabisch ‏حضرة‎, DMG Haḍra, Anwesenheit (Gottes)) bezeichnet allgemein islamische Sufi-Rituale, besonders Dhikr (Rezitationen, Gesänge) und Tänze
  • Hadrat
    Hadrat (arab. ‏حضرة‎, DMG ḥaḍrat/ḥaḍra; ) bedeutet wörtlich übersetzt „Gegenwart“. Es handelt sich hier um eine Anredeform, die hohen Respekt zum Ausdruck bringt und die folgenden Bedeutungen hat: bei Namen von Propheten, ihren Gefährten oder bei Heiligen (meist Sufis) drückt sie die Heiligkeit der Person aus bei einem hohen Beamten Euer Ehren bei einem Geistlichen Ehrwürden bei einem König Eure Majestät
  • Ḥajj
    Ḥajj (arabisch حج) ist die islamische Pilgerfahrt nach Mekka. Er ist die fünfte Säule der fünf Säulen des Islam und findet jährlich während des Monats Dhu l-Ḥijja statt. Die große Pilgerfahrt, der Ḥajj, kann nur während bestimmter Tage im Jahr (8.–12. Dhu l-Ḥijja) durchgeführt werden; die kleine Pilgerfahrt, ᶜUmra genannt, kann zu jeder beliebigen Zeit erfolgen.
  • Ḥājja
    Ḥājja (w.) / Ḥājji (m.) (arabisch الحاجّ) ist ein Ehrentitel einer Person, die die Pilgerfahrt nach Mekka (Ḥājj) unternommen hat. Das Wort ist in dieser Bedeutung auch Bestandteil von Eigennamen.
  • Ḥājji
    Ḥājji (m.) / Ḥājja (w.) (arabisch الحاجّ) ist ein Ehrentitel einer Person, die die Pilgerfahrt nach Mekka (Ḥājj) unternommen hat. Das Wort ist in dieser Bedeutung auch Bestandteil von Eigennamen.
  • Hala Sulṭān
    Hala Sulṭān: die Tante mütterlicherseits des Propheten Muḥammad (saws). Als die Araber 647 Zypern eroberten, war auch Hala Sulṭān dabei. Diese stürzte an dem Ort der späteren Sulṭān-Tekke von ihrem Maultier und verstarb. Sie wurde an Ort und Stelle bestattet und ihr Grab entwickelte sich zu einer Wallfahrtsstätte. 1760 begann Scheich Hassan den Bau einer Moschee. 1816 wurde die Moschee vervollständigt, so dass sich das Grab seitdem in einem Nebenraum des Gebäudes befindet. Später kamen Pilgerunterkünfte hinzu.
  • ḥalāl
    Ḥalāl oder halal (arabisch ‏حلال‎) „erlaubt“, „zulässig“. Es bezeichnet alle Dinge und Handlungen, die nach islamischem Recht erlaubt oder zulässig sind.
  • Ḥaqīqa
    Ḥaqīqa (arabisch حقيقة‎): mystische Wahrheit eine der vier Stufen im Sufismus sharīᶜa (äußerer Weg) ţarīqa (innerliche Weg) ḥaqīqa (mystische Wahrheit) maᶜrifa (letzte mystische Wahrheit, mystische Einheit)
  • Ḥaqq
    Ḥaqq (arabisch حَقّ): Wahrheit
  • Ḥaqqānī
    Ḥaqqānī bezeichnet jemanden, der mit der Wahrheit ist, der die Wahrheit akzeptiert.
  • ḥarām
    Ḥarām (arabisch  حرام): dasjenige, das nach dem islamischen Recht (der Scharia) verboten, unverletzlich, heilig, geheiligt ist. In seiner Bedeutung entspricht es im Deutschen am ehesten dem Begriff Tabu.
  • hasbunāllāh wa ni’ma l-wakīl
    hasbunāllāh wa ni’ma l-wakīl (arabisch حسبُنا الله و نِعم الوكيل ): Gott ist ausreichend für uns. Er ist der beste Regler aller Angelegen-heiten. (Qur`an, 3:173)
  • hāsha
    hāsha (arabisch حَاشَ): "Gott bewahre! Was soll das? Woher hast du das? "
  • Hāsha mina l-huzūr
    Hāsha mina l-huzūr (arabisch حَاشَ  مِن أَلْحُزُور): "Verzeih mir das Gesagte." Diese Redewendung wird ausgesprochen, wenn etwas Beleidigendes gesagt worden ist.
  • Hauzu'l-Kausar
    Hauzu'l-Kausar, der Teich des Überflusses (arabisch: حوض الكوثر‎) bezeichnet einen Fluss im Paradies.
  • Hayba
    Hayba (arabisch هيب): Macht, Majestät, Würde  
  • Ḥayyātun tayyiba
    Ḥayyātun tayyiba (arabisch  حَيَّاة تَيِّبَة): ein Leben in Reue, ein gutes Leben. Gemeint ist ein tugendhaftes, gottesfürchtiges Leben.  
  • Hidāya
    Hidāya (arabisch هداية): Führung durch Gott;
  • Ḥijāz
    Ḥijāz (arabisch الحجاز): Gebiet in Westarabien, am Roten Meer.
  • Hijra
    Hijra (arabisch هجرة): wörtl. "Auswanderung" bezeichnet die Flucht Muḥammads von Mekka nach Medina  am 12 Rabīʿ al-awwal = 24. September 622. Sie markiert den Beginn der islamischen Zeitrechnung, die jedoch erst 17 Jahre später durch den Kalifen ᶜUmar ibn al-Khattab eingeführt wurde.
  • Himma
    Himma (arabisch همة): Bemühen, Absicht, geistiges Bestreben
  • Ḥimma
    Ḥimma (arabisch هِمَّة); Bestimmung
  • Ḥizb
    Ḥizb (arabisch حزب), Plural aḥzāb (arabisch أحزاب): der 60. Teil des Korans
  • Ḥubb
    Ḥubb (arabisch حب): Liebe
  • ḥubbu r-ra'iyasāt
    ḥubbu r-ra'iyasāt (arabisch حب رئيسات): Liebe zur Herrschaft  
  • Hz.
    Hz. steht für türkisch Hazreti (arab. Hadrat ‏حضرة‎, DMG ḥaḍrat/ḥaḍra; ) und bedeutet wörtlich übersetzt „Gegenwart“. Es handelt sich hier um eine Anredeform, die hohen Respekt zum Ausdruck bringt und die folgenden Bedeutungen hat: bei Namen von Propheten, ihren Gefährten oder bei Heiligen (meist Sufis) drückt sie die Heiligkeit der Person aus bei einem hohen Beamten Euer Ehren bei einem Geistlichen Ehrwürden bei einem König Eure Majestät
  • Iblīs
    Iblīs (arabisch إبليس): Name des Teufels
  • Iᶜtikāf
    Iᶜtikāf (arabisch اعتكاف): "Absonderung", "Rückzug" ist eine fromme Übung, bei der sich die betreffenden Menschen für mehrere Tage und/oder Nächte zum Gebet, zur Andacht und zur Rezitation des Korans in die Moschee zurückziehen, fasten und sexuelle Enthaltsamkeit üben. Üblicherweise findet die Übung während der letzten zehn Nächte des Ramaḍān statt und dient in diesem Fall auch dazu, des besonderen Segens der Laylatu l-Qadr teilhaftig zu werden, die in eine der ungeraden Nächte der letzten Tage des Ramaḍāns fallen soll. Das Iᶜtikāf kann auch Schweigen einschließen, allerdings ist dies nur für die Nächte erlaubt.
  • Ifṭār
    Ifṭār (arabisch إِفْطَار): Fastenbrechen
  • Ihdā’
    Ihdā’ (arab إِهْدَاء): Widmung
  • Iḥsān
    Iḥsān (arabisch إحسان): "Wohltat, Geschenk"; Perfektion / Aufrichtigkeit im Gottesdienst - so als würde man Gott sehen, und falls nicht, man glaubt, dass Er einem selbst sieht.
  • Ijāza
    Ijāza (arabisch اجازة ): Autorisierung
  • Ikhlāṣ
    Al-Ikhlāṣ (arabisch الإخلاص): "Der Glaube ohne Vorbehalt"; die 112. Sure des Korans.
  • Ikrām
    Ikrām: Geschenk
  • Ilāhi takrīm
    Ilāhi takrīm (arabisch تكريم إلهي ): ein Göttliches Geschenk oder Ehre, die jemandem gewährt wird.
  • Imām
    Imām (arabisch ‏إمام‎) hat im Koran die Bedeutung von „Vorsteher, Vorbild, Richtschnur, Anführer“. Daneben wird auch der Vorbeter beim Ritualgebet Imam genannt. Schließlich wird der Begriff auch als Ehrentitel für herausragende muslimische Gelehrte und Persönlichkeiten verwendet.
  • Īmān
    Īmān: Glauben
  • Imsāk
    Imsāk ᶜan (arabisch إمْسَاك عَنْ): Enthaltsamkeit, Verzicht
  • Innā li-llāhi wa innā ᶜilayhi rājiᶜūn
    Innā li-llāhi wa innā ᶜilayhi rājiᶜūn (arabisch إِنَّا لِلّٰهِ وَإِنَّا إِلَيْهِ رَاجِعُونَ): "Wahrlich, wir gehören zu Gott und zu Ihm kehren wir zurück."
  • Insān
    Insān: (arabisch انسان): Mensch
  • inshāʼllāh
    inshāʼllāh  (arabisch ‏إن شاء الله‎) „So Gott will.“ ist eine häufig benutzte Redewendung in der arabischen Sprache. Sie kann als fatalistische Haltung gedeutet werden, ist aber häufig nur Ausdruck einer Demutshaltung, wie sie in monotheistischen Religionen zum Ausdruck kommt: „Ohne Gottes Wille vermag der Mensch nichts.“  
  • Inshirāḥ
    Al-Inshirāḥ (arabisch الإنشراح‎) “Trost"; die 94. Sure des Koran. Sie wird auch als Sūratu l-Sharḥ (arabisch سورة الشرح) "Das Weiten" oder "Das Öffnen des Herzens" bezeichnet.
  • Iqāmah
    Iqāmah (arabisch ‏إقامة) "Errichtung"; Gebetsaufruf, unmittelbar vor dem Gebet.
  • Islām
    Islām (arabisch إسلام): „Unterwerfung (unter Gott)“, „völlige Hingabe (an Gott)“; leitet sich als Verbalsubstantiv von dem arabischen Verb aslama („übergeben, sich ergeben, sich hingeben“) ab. Die Bezeichnung für denjenigen, der dem Islam angehört, ist Muslim, grammatisch das Partizip Aktiv zu dem Verb aslama. Die eigentliche Bedeutung von Muslim ist also „derjenige, der sich (Gott) hingibt“.
  • Ismu l-a‘zam
    Ismu l-aᶜẓam (arabisch الإسم الأعظم): der größte Name, bezogen auf die Namen Gottes
  • Istaghfiru
    Istaghfiru (arabisch إستغفر ): Bitte um Vergebung
  • Istiᶜadha
    Istiᶜadha (arabisch إِسْتِعَذَ): bezeichnet die Formel Aᶜūdhu billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm. (arabisch أَعُوذُ بِأَللهِ مِنَ أَلشَّيطَانِ أَلرَّجِيمِ) "Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Satan."
  • Istighfār
    Istighfār (arabisch إِسْتِغْفَار): das Bitten um Vergebung.
  • Jabbār
    Jabbār (arabisch الْجَبَّار): "bezwingend, tyrannisch, unterdrückend"; bezogen auf Gott der Allmächtige, der Überwältigende
  • Jāhilīya
    Jāhilīya (arabisch جاهلية): "Unwissenheit, Ignoranz, Torheit"; die Zeit des altarabischen Heidentums vor dem Islam;
  • jalīl
    jalīl (arabisch جليل ): stattlich, herrschaftlich, majestätisch, mächtig, herausragend; Name Gottes
  • jalla jalāluhu
    jalla jalāluhu, verkürzt auch (jj) (arabisch جل جلاله ): “Möge sein Ruhm groß sein.", Ausdruck von Ehrerbietung, der der Erwähnung des Namen Gottes folgt.
  • Jamᶜīyah
    Jamᶜīyah (arabisch جَمْعِيَّة) Gemeinschaft
  • Janābu l-ḥaqq
    Janābu l-ḥaqq (arabisch جناب الحق): Gott, der Allmächtige
  • Jazakallāhu khayran
    Jazakallāhu khayran (arabisch جَزَاكَ اللّٰهُ خَيْرًا): "Möge dich Gott reichlich belohnen."
  • Jazba
    Jazba (arabisch جذبة ): Attraktion, Ekstase, Verzückung, Reiz
  • Jesus
    Jesus, Sohn Marias, (arabisch ‏ʿĪsā ibn Maryam عيسى بن مريم‎, DMG ʿĪsā ibn Maryam ‚Jesus Sohn der Maria‘) ist die häufigste Bezeichnung Jesus von Nazaret im Koran. Jesus wird im Koran auch als ‏مسيح‎ / masīḥ / „Gesalbter, Messias“, ‏رسول‎ / rasūl / „Gesandter“, ein Prophet (der letzte von 24 Vorgängern Mohammeds) (arabisch: ‏نبي‎ nabī), Wort Gottes (arabisch: كلمة الله kalimatullah), und Geist Gottes (arabisch: روح الله ruhallah), nicht aber als Sohn Gottes bezeichnet.
  • Jīfa
    Jīfa (arabisch جيفة): Gerippe, Skelett, Aas
  • Jihād
    Jihād (arabisch جهاد Anstrengung, Kampf, Bemühung, Einsatz; bezeichnet im religiösen Sinne die Anstrengung / den Kampf auf dem Wege Gottes (al-jihādu fī sabīli-llāh (arabisch الجهاد في سبيل الله))
  • Jinn
    Jinn, auch jinnen (Pl. arabisch جن, Sg. männl. jinnī (arabisch جني), Sg. weibl. jinnīya (arabisch جنية): übersinnliche Wesen, die aus Feuer erschaffen sind, über Verstand verfügen und neben den Menschen die Welt bevölkern. Es gibt gläubige und ungläubige Jinn. Nur in Ausnahmesituationen werden sie für den Menschen sichtbar.
  • Jumādā l-ūlā
    Jumādā l-ūlā (arabischجمادى الأولى ) auch: Jumādā l-awwal (arabisch جمادى الأول) oder kurz Jumada I. ist der fünfte Monat des muslimischen Kalenders.
  • Jumādā th-thanī
    Jumādā th-thanī (arabisch جمادى الثاني) ist der sechste Monat des islamischen Kalenders. (Siehe auch Jumādā th-thāniyya für andere Bezeichnungen
  • Jumādā th-thāniyya
    Jumādā th-thāniyya (arabisch جمادى الثانية), jumādā l-ākhira (arabisch جمادى الآخرة) oder jumādā l-ukhra (arabisch جمادى الأخرى) auch kurz jumada II. (auch die männlichen Formen jumādā th-thanī (arabisch جمادى الثاني) und jumādā l-ākhir (arabisch مادى الآخر) werden verwendet)  ist der sechste Monat des islamischen Kalenders.
  • Jumᶜa
    Jumᶜa, Abkürzung für salātu l-jumᶜa (arabisch ‏صلاة الجمعة‎): Freitagsgebet‚ Gebet am Tag der Versammlung, d. i. am Freitag, ist eine im Koran verankerte religiöse Verpflichtung. Es ist für muslimische Männer und Jungen ab der Pubertät verpflichtend und für muslimische Frauen empfohlen.
  • Juz’
    Juz’ genannt (arabisch جزء), Plural ajzāʾ (arabisch أجزاء): der 30. Teil des Korans
  • Kāfir
    Kāfir (arabisch كافر, plural كفّار kuffār; weibliche Form كافرة kāfirah): Ungläubiger oder Gottesleugner.
  • Kainatin Efendisi
    Kainatin Efendisi: der Meister des Universums, der Prinz aller Schöpfung
  • Kalif
    Kalif, deutsch für den arabischen Begriff khalīfa (arabisch خليفة): "Stellvertreter, Nachfolger"; Titel für religiös-politische Führer.
  • Kalimat ash-Shahāda
    Kalimat ash-Shahāda (arabisch كلمة الشهادة), auch Shahāda (arabisch الشهادة): Zeugnis, Bezeugung, auch tashahhud (تشهد) genannt, ist das Glaubensbekenntnis des Islams, das die erste der fünf Säulen des Islam bildet. Es lautet: "Es gibt keinen Gott außer Gott, Muhammad ist der Gesandte Gottes.", لا إله إلا الله محمد رسول الله, "Lā ilāha illāllāh, Muḥammadu r-rasūlullāh." 
  • Karāmat
    Karāmat (arabisch کرامت‎‎) auch Karāmāt  (arabisch کرامات ) ist die Fähigkeit  durch die Segenskraft  Allāhs Wunder zu vollbringen.
  • Kawnu wa l-makān
    Kawnu wa l-makān (arabisch: الكون و المكان ): die Welt und der Raum, das Universum.
  • Khalīfa
    Khalīfa (arabisch خليفة): "Stellvertreter, Nachfolger"; Titel für religiös-politische Führer.
  • Khalwa
    Khalwa (arabisch خلوة): wörtl. Einsamkeit.  Khalwa bezeichnet eine spirituelle Einkehr für 40 Tage während der der Schüler ausgedehnte spirituelle Übungen unter der Anleitung eines Sufi-Meisters unternimmt. Er zieht sich zurück und erscheint nur zum Gebet und um mit seinem Meister Träume und Visionen zu besprechen.
  • Khatm Khwājagān
    Khatm Khwājagān: der Dhikr der Meister
  • khayr
    khayr (arabscih خير): gut; al-khayr: das Gute
  • Khidma
    Khidma (arabisch ﺧدﻣﺖ): Dienerschaft
  • Khiḍr
    Al-Khiḍr (arabisch ‏الخضر‎): der Grüne; ist eine stark verehrte und vieldiskutierte Gestalt im Islam; vergleichbar mit dem Heiligen Georg im Christentum Man kann al-Khiḍr als fiktive Figur bezeichnen, allerdings wird man damit den Vorstellungen, die allgemein mit ihm verbunden sind, nicht gerecht, denn es war und ist noch heute ein verbreiteter Glaube, dass al-Khiḍr wirklich existiert und lebt.
  • Khuṭba
    Khuṭba (arabisch خطبة): „Freitagspredigt“; die Predigt beim wöchentlichen Freitagsgebet oder beim Gebet zum islamischen Fest des Fastenbrechens und zum Opferfest. Sie dient der spirituellen Erbauung und moralischen Vervollkommnung.
  • Khwāja
    Khwāja (persisch خواجه): Lehrer, Meister; ein Titel und die Anrede für einen Lehrer, besonders für einen Religionsgelehrten, etwa einen Religionslehrer osmanischer Prinzen Khwāja als Religionsgelehrte brauchen keine spezielle Ausbildung, auch wenn sie heute häufig einen akademischen Abschluss besitzen. Voraussetzung ist die Beherrschung der Gebete in arabischer Sprache und die Fähigkeit, Betende anzuleiten. In den Moscheen leiten sie das Gebet, halten die Freitagspredigt und lehren den Koran.
  • Kibriyā’
    kibriyā’ (arabisch كبرياء): die göttliche Größe, Gott.
  • Kirāman kātibīn
    Kirāman kātibīn: die protokollierenden Engel, die Engel zu deiner Rechten und zu deiner Linken, die fortwährend die guten und die schlechten Taten und Absichten aufschreiben.
  • Kufr
    Kufr (arabisch كفر): "Unglaube"; die Ablehnung des Glaubens an Gott, die Leugnung des Propheten Muḥammads und des Korans als Gottes Offenbarung.
  • Lā ḍarar wa lā ḍirār
    Lā ḍarar wa lā ḍirār (arabisch لا ضـرر ولا ضـرار): Keinen Schaden zufügen und keinen Schaden akzeptieren.
  • Lā ilāha illallāh
    Lā ilāha illallāh (arabisch لا إله إلا الله): "Es gibt keinen Gott außer Gott."; diese Phrase wird als Tahlīl bezeichnet.
  • Lā ilāha illāllāh, muḥammadu r-rasūlullāh
    Lā ilāha illallāh, muḥammadu r-rasūlullāh (arabisch لا إله إلا الله محمد رسول الله): "Es gibt keinen Gott außer Gott, und Muḥammad ist sein Gesandter."; diese Phrase wird als Tahlīl bezeichnet.
  • Lawḥ al-Maḥfūẓ
    Lawḥ al-Maḥfūẓ: (arabisch أَللَّوْح أَلْمَحْفُوظ): "die wohlverwahrte Tafel"
  • Laylatu l-Qadr
    Laylatu l-Qadr (arabisch ليلة القدر): "Nacht der Bestimmung", "Nacht der Allmacht" wird die Nacht im Monat Ramaḍān bezeichnet, in der der Qur'an erstmals offenbart wurde.
  • Mā fī siwāhu
    Mā fī siwāhu / mā lī siwāhu: es gibt niemanden wie ihn / es gibt niemanden wie mich (Gott)
  • Mā shā’llāh
    Mā shā’llāh (arabisch ما شاء الله):  "Wie/was Gott will.", Ausdruck von Bewunderung, wenn etwas Erfreuliches passiert; zur Abwehr des bösen Blicks
  • Mā shā’llāh kān
    Mā shā’llāh kān: was Gott wollte, wurde wahr
  • Maᶜrifa
    Maᶜrifa (arabic: معرفة), Wissen; im Sufismus bezeichnet maᶜrifa das intuitive Wissen geistiger Wahrheit
  • Maᶜrifātullāh
    Maᶜrifātullāh: die Kenntnis Gottes, mystische Betrachtung.
  • maᶜṣūm
    maᶜṣūm (arabisch مَعْصُوم) untadelig, sündenfrei, unschuldig, 
  • Madad
    Madad, (arabisch مدد ): Unterstützung, Hilfe
  • Madhhab
    Madhhab, zu sprechen madh-hab  (arabisch مذهب, Plural: madhāhib مذاهب) einer Sitte folgend, einer Straße folgend, Meinung, Standpunkt, Glaube; Gruppe, Kategorie, Islamische Rechtsschule.
  • Madrasa
    Madrasa (arabisch مدرسة ‚ Plural madāris; türkisch medrese, deutsch medresse oder medrese ): Ort des Studiums, Schule. Ist seit dem 10. Jahrhundert die Bezeichnung für eine Schule, in der islamische Wissenschaften unterrichtet werden.
  • Maghrib
    Maghrib  (arabisch مغرب): der Westen; Zeit nach Sonnenuntergang; leitet sich vom Verb gharaba (غرب): weggehen, untergehen (Sonne); Zeit des Abendgebets.
  • Mahdī
    Mahdī (arabisch المهدي): "der Rechtgeleitete"; (im Persischen und einigen arabischen Dialekten auch als Mehdi ausgesprochen) ist ein Nachkomme des Propheten Muḥammad (saws), der in der Endzeit auftauchen und das Unrecht auf der Welt beseitigen wird.
  • majdhūb
    majdhūb (arabisch مَجْذُوب ) verrückt; wörtl: von etwas angezogen,
  • makrūh
    Makrūh (arabisch مكروه) wörtlich: „verhasst, verpönt, missbilligt“, bezeichnet Handlungen, deren Tun nicht geschätzt wird und die deshalb vermieden werden sollten. Es ist auch üblich von Handlungen zu sprechen, von denen abgeraten wird. Nach der Überlieferung wird man für solche Handlungen zwar nicht bestraft, für ihr Unterlassen hingegen jedoch belohnt.
  • Malakūt
    Malakūt: göttliche Herrschaft, das himmlische Königreich
  • Malhamatu l-kubra
    Malhamatu l-kubra (arabisch الملحمة الكبرى ): die große Schlacht am Ende der Zeit, Armageddon
  • Māliku l-mulk
    Māliku l-mulk (arabisch مالك الملك): der wahre Herrscher, i.e. Gott.
  • mandūb
    Mandūb (arabisch مندوب) oder mustaḥabb (arabisch مستحب) bezeichnet Handlungen, die empfohlen und deshalb erstrebenswert sind. Das Unterlassen empfohlener Handlungen wird nicht bestraft, ihr Tun hingegen jedoch belohnt. Damit grenzen sie sich klar von der Farḍ ab.
  • manhīyun ᶜanha
    manhīyun ᶜanha (arabisch مَنْهِيٌّ عَنْهَ): verboten
  • Maqām
    Maqām (arabisch مقام, Plural maqāmāt) Wegstation, die ein Gottessuchender auf seinem langen und mühevollen Weg auf der Suche nach Gott zurücklegen muss. Der Begriff ist untrennbar mit dem Begriff Hāl verbunden, der Seelenzustand, der den Suchenden auf seinem Weg überkommt. Die Beschreibungen dieser Stationen sind sehr unterschiedlich. Es ist jedoch fast allen ein Grundschema zu eigen, das die Wegstationen folgendermaßen benennt: Umkehr Reue Armut und Gottvertrauen Zufriedenheit verschiedene Grade der Liebe
  • Marḥaban
    Marḥaban (arabisch مرحبا): Willkommen
  • Mashāyikh
    Mashāyikh (arabisch ‏مشايخ‎  oder ‏شيوخ‎  shuyūkh): spirituelle Meister; Mehrzahl von shaykh (arabisch ‏شيخ‎)
  • Masjid
    Masjid  (arabisch مسجد): Moschee
  • Masjid an-Nabawī
    Masjid an-Nabawī  (arabisch المسجد النبوي): Prophetenmoschee in Medina ist nach der al-Haram-Moschee in Mekka die zweit heiligste Moschee. Hier befindet sich die Grabstätte Muḥammads (saws). Zunächst stand hier das Haus des Propheten Muḥammads (saws), das er nach der Hijra 622 erbauen ließ, sowie eine zu seiner Zeit errichtete Moschee.
  • Mawlānā
    Mawlānā (arabisch ‏مولانا‎): unser Herr, unser Meister; ist vor allem in Zentral- und Südasien ein religiöser Titel für Sufimeister und islamische Gelehrte. Er wird für gewöhnlich als Titel vor dem eigentlichen Namen getragen.
  • Mawlid
    Mawlid (arabisch ‏مولد): Geburtstag;  bezeichnet speziell mawlid an-nabī (arabisch ‏مولد النبي‎‚ Geburtstag des Propheten) das Fest zu Ehren des Propheten Muhammed (saws). Es wird am 12. Tag des Monats Rabīʿ al-awwal des Islamischen Kalenders gefeiert.
  • Mawlid an-nabī
    Mawlid an-nabī (arabisch ‏مولد النبي‎): Geburtstag des Propheten; das Fest zu Ehren des Propheten Muḥammad (saws). Es wird am 12. Tag des Monats Rabīᶜ al-awwal des Islamischen Kalenders gefeiert.
  • maẓlūm
    maẓlūm (arabisch مَظْلُوم): unterdrückt
  • Miᶜrāj
    Miᶜrāj (arabisch المعراج) Leiter, Treppe; die Himmelfahrt des Propheten Muḥammad, denn sie soll über eine Leiter stattgefunden haben. Miᶜrāj ist aus dem Verb ᶜaraja (arabisch عرج): "in die Höhe steigen, hinaufsteigen" abgeleitet.
  • Mu’adhdhin
    Mu’adhdhin (arabisch مؤذّن): Gebetsrufer, der die Muslime zum Gebet aufruft.
  • Mu’min
    Mu’min (arabisch مؤمن): „Gläubiger“;  ein Name Gottes im Koran (59:23)
  • mubārak
    mubārak (arabisch ‏مبارك‎): „Gesegneter“, „derjenige, der gesegnet ist“. Es leitet sich aus bāraka (arabisch بَارَكَ) segnen ab.
  • Mughīth
    Mughīth (arabisch المُغيث ): der Helfende, wörtlich: derjenige, der gesegneten Regen sendet; einer der Namen Gottes
  • Muhājirūn
    Muhājirūn (arabisch المهاجرون‎‎): "die Auswanderer"; Bezeichnung für die ersten Anhänger des Islam, Berater und Verwandte des Propheten Muḥammad, die von Mekka nach Medina auswanderten. Dieses Ereignis wird auch als Hijra bezeichnet.
  • Muḥammad ᶜᾹdil ar-Rabbānī
    Muḥammad ᶜᾹdil ar-Rabbānī (qs) ist der 41. Shaykh in der Überlieferungskette des Naqshbandi Sufiordens und derzeitiges Oberhaupt.
  • Muḥammad Nāẓim ᶜᾹdil al-Ḥaqqānī
    Muḥammad Nāẓim ᶜᾹdil al-Ḥaqqānī (qs) ist der 40. Shaykh in der Überlieferungskette des Naqshbandi Sufiordens.
  • Muḥarram
    Muḥarram (arabisch محرّم) ist der erste Monat des islamischen Kalenders. Er heißt auch der "Verbietende".
  • Mujāhid
    Mujāhid (arabisch مجاهد‎)  Kämpfer; abgeleitet von jāhada (arabisch جاهد) sich bemühen, streben, kämpfen. Der Plural lautet Mujāhidīn (arabisch مجاهدين).
  • Mulk
    Mulk (arabisch ملك ): Herrschaft
  • Munāfiq
    Munāfiq (arabisch منافق, Plural munāfiqūn) "religiöser Heuchler" ; jemand, der äußerlich den Islam praktiziert, während er im Inneren seinen Unglauben (Kufr) verbirgt, möglicherweise auch unwissentlich. Die Heuchelei wird im Islam Nifaq genannt.
  • Muqtadir
    Muqtadir (arabisch المُقتَدِر):  der Verleiher von Macht; einer der Namen Gottes
  • Murīd
    Murīd (arabisch مريد , „der Wollende“; Mehrzahl: Murīdūn مريدون, deutsch Muriden) bezeichnet einen Novizen oder Adepten einer Tarīqa (mystischen Bruderschaft). Die Initiation erfolgt durch das Eingehen / Nehmen eines Bundes (Baiʿa) mit einem Scheich oder Murshid.
  • Murshid
    Murshid (arabisch مُرْشِد): Führer; ist eine andere Bezeichnung für den Scheich oder spirituellen Lehrer.
  • Mushrik
    Mushrik (arabisch مشرك) Pluralform mushrikūn (arabisch مشركون ): jemand, der Gott andere Gottheiten beigesellt; Götzendiener  (siehe shirk)
  • Muslim
    Muslim (arabisch مسلم): „der sich (Gott) Unterwerfende“ oder „sich (Gott) Hingebende“, analog zu „Islam – Hingabe (an Gott)“ ; Ein Muslim ist ein Angehöriger des Islam. Die weibliche Form ist Muslima.
  • mustaḥabb
    mustaḥabb (arabisch مستحب) oder mandūb (arabisch مندوب)  bezeichnet Handlungen, die empfohlen und deshalb erstrebenswert sind. Das Unterlassen empfohlener Handlungen wird nicht bestraft, ihr Tun hingegen jedoch belohnt. Damit grenzen sie sich klar von der Farḍ ab.
  • Nāfila
    Nāfila (arabisch نَافِلَة): "Geschenk"; freiwilliges Gebet
  • Nafs
    Nafs (‏نفس‎) wörtl. Seele; ist ein arabischer Begriff, der schon im Koran vorkommt und für die Person oder das Selbst steht, aber auch die Bedeutung von Seele hat. Eine besondere Ausarbeitung hat die Idee der Nafs im Sufismus erfahren.
  • Nās
    an-Nās  (arabisch النَّاسِ): „Die Menschheit“; die 114. Sure des Korans.
  • Niᶜma
    Niᶜma (arabisch نِعْمَة): "Segen"
  • Nīya
    Nīya oder niyya  (arabisch نية): Absicht, Intention, Vorhaben; ist eine für viele rituelle Handlungen (wie beispielsweise die rituelle Waschung Wuḍūʾ, das rituelle Gebet, das Fasten, die Pilgerfahrt oder das Almosengeben Zakāt/Ṣadaqāt) vorgeschriebene Absichtserklärung, die der eigentlichen Handlung unmittelbar vorausgehen muss. Ohne Nīya ist die Handlung ungültig, nur in wenigen Ausnahmen ist sie zwar nicht obligatorisch, aber zumindest lobenswert oder verdienstvoll. Unzurechnungsfähige Personen, also Personen, die nicht im Besitz ihrer geistigen Kräfte sind, können keine gültige Nīya aussprechen. Die Taten werden am Jüngsten Tag, so glauben die Muslime, gemäß der Nīya beurteilt (innamā l-aʿmāl bi-n-nīyāt).
  • Niyaba
    Niyaba (arabisch نِيَبَة): "Auftrag, Mandat"
  • Niyya
    Niyya oder nīya (arabisch نية): Absicht, Intention, Vorhaben; ist eine für viele rituelle Handlungen (wie beispielsweise die rituelle Waschung Wuḍūʾ, das rituelle Gebet, das Fasten, die Pilgerfahrt oder das Almosengeben Zakāt/Ṣadaqāt) vorgeschriebene Absichtserklärung, die der eigentlichen Handlung unmittelbar vorausgehen muss. Ohne Nīya ist die Handlung ungültig, nur in wenigen Ausnahmen ist sie zwar nicht obligatorisch, aber zumindest lobenswert oder verdienstvoll. Unzurechnungsfähige Personen, also Personen, die nicht im Besitz ihrer geistigen Kräfte sind, können keine gültige Nīya aussprechen. Die Taten werden am Jüngsten Tag, so glauben die Muslime, gemäß der Nīya beurteilt (innamā l-aʿmāl bi-n-nīyāt).
  • Nūr
    Nūr (arabisch نور): Licht
  • Qādir
    Qādir (arabisch القادر): der Herr über alle Dinge, derjenige, der die Verantwortung über alles hat,  der entscheidet, verordnet, bestimmt, der Macht und Stärke besitzt; einer der Heiligen Namen Gottes.
  • Qahhār
    Qahhār: (arabisch القهّار) der Besieger, der Bezwinger, der Eroberer, der Unterdrücker
  • Qaṣīdah
    Qaṣīdah (arabisch قصيدة, Plural Qaṣāʾid) Gedicht; jemand, der äußerlich den Islam praktiziert, während er im Inneren seinen Unglauben (Kufr) verbirgt, möglicherweise auch unwissentlich. Die Heuchelei wird im Islam Nifaq genannt.    
  • Qawmah
    Qawmah (arabisch  قَوْمَة) bezeichnet das Stehen oder Aufstehen.
  • Qiyāmā
    Qiyāmā, abgekürzt für Yawm al-qiyāmā (arabisch يوم القيامة): der Jüngste Tag‚ Tag der Auferstehung;  auch Yawm al-Āḫar  (arabisch يوم الأخر):  der letzte Tag; Yawm al-Ḥiṣāb (arabisch يوم الحساب): Tag der Abrechnung; Yawm ad-dīn, ويوم الدين): Tag des Gerichts oder al-Saᶜa (arabisch السَاعَة): die (letzte) Stunde
  • Qudsīya
    Qudsīya (arabisch قدسية ): Heiligkeit
  • Qur’an
    Der Qur’an, auch Koran (arabisch القرآن) wörtl. "die Lesung, Rezitation, Vortrag", ist die Heilige Schrift des Islams, die wörtliche Offenbarung Gottes an den Propheten Mohammed (saws). Der Koran besteht aus 114 Suren, diese bestehen wiederum aus einer unterschiedlichen Anzahl an Versen (آيات / āyāt).
  • Quraysh
    Quraysh (arabisch قريش): arabischer Stamm, der zur Zeit des Propheten Muḥammad (saws) über Mekka herrschte und bis zum Anfang der Neuzeit eine führende politische Rolle in der islamischen Welt innehatte. Nicht nur Muḥammad (saws) selbst, sondern auch viele seiner frühesten Anhänger gehörten zu diesem Stamm. Menschen, die sich als Angehörige dieses Stammes betrachten, leben heute über die gesamte Welt verteilt.
  • Quṭb
    Quṭb (arabisch قطب): Pol, Achse, führende Persönlichkeit; der geistige Führer der Zeit
  • Ra’iyasāt
    Ra’iyasāt (arabisch رئيسات): Herrschaft; wörtl. Köpfe  
  • Rabbu l-ᶜizza
    Rabbu l-ᶜizza (arabisch رب العزة ): Herr der Herrlichkeit
  • Rabīᶜ al-awwal
    Rabīᶜ al-awwal, auch Rabīᶜ I. (arabisch ربيع الأول) ist der dritte Monat des islamischen Kalenders. Der Rabīᶜ al-awwal trägt den Beinamen ash-Sharīf, „der Edle“.
  • Rabīᶜ ath-thānī
    Rabīᶜ ath-thānī (arabisch ربيع الثاني), auch Rabīᶜ al-ākhir (ربيع الآخر) oder Rabīᶜ II., ist der vierte Monat des islamischen Kalenders. Rabīᶜ ath-thānī bedeutet „zweiter Monat des Frühlings“ oder der "2. Erwärmende".
  • Rabiṭa
    Rabiṭa (arabisch رَبْطَة): "Verbindung, Einheit, Bündel"
  • raḍiya l-llah ᶜanhu
    raḍiya l-llāh ᶜanhu (arabisch ‏رَضِيَ اللّٰه عَنْهُ): „Möge Gott mit ihm zufrieden sein!“Dieser Segensspruch wird bei der Nennung eines Gefährten des Propheten Muḥammads (saws) verwendet.
  • Raḥma
    Raḥma (arabisch رَحْمَة): "Barmherzigkeit, Mitgefühl" 
  • Rajab
    Rajab (arabisch رجب) ist der siebte Monat des islamischen Kalenders. Der Name ist von rajaba abgeleitet, was mit "respektieren" übersetzt wird; der Monat trägt den Beinamen al-fard, „der Einzige“.
  • Rakaᶜāt
    Rakaᶜāt (arabisch ركعات ) ist der Plural von Rakᶜa  (arabisch ركعة): eine Einheit des islamischen Gebets.
  • Rakᶜa
    Rakᶜa  (arabisch ركعة, Plural rakaᶜāt ركعات ) eine Einheit des islamischen Gebets.
  • Ramaḍān
    Ramaḍān  (arabisch رمضان) wörtl. "der heiße Monat", ist der Fastenmonat und neunter Monat des islamischen Kalenders. In ihm wurde der Koran herabgesandt.
  • Rasūlu kibriyā
    Rasūlu kibriyā: der Botschafter Göttlicher Größe; Gesandter Gottes
  • Rijālallāh
    Rijālallāh (arabisch  رجال الله): Männer Gottes, gemeint sind die Freunde Gottes (awliyā’ Allāh), die Heiligen
  • Rizq
    Rizq (arabic رزق‎): Versorgung
  • Rukuᶜ
    Rukuᶜ (arabisch رُكُع) Verbeugung
  • Ṣadaqa
    Ṣadaqa (arabisch صَدَقَة): Almosen, Wohltätigkeit
  • Ṣafā
    Ṣafā (arabisch صَفَا): "Sei rein!"
  • Ṣafar
    Ṣafar (arabisch صفر) ist der zweite Monat des islamischen Kalenders.
  • Ṣaḥāba
    Ṣaḥāba (arabisch صحابة) ist der Sammelbegriff für die Gefährten und Begleiter des Propheten Mohammed (saws). Die Einzelperson nennt man ṣaḥābī oder ṣāḥib rasūlillāh, was „Begleiter“ oder „Weggefährte des Gesandten Gottes“ bedeutet.
  • Ṣāḥib
    Ṣāḥib (arabisch صاحب): Inhaber, Gefährte, Herr, Anhänger
  • Ṣāḥibu d-dawran
    Ṣāḥibu d-dawran: Meister der Zeit, Meister der Bestimmung
  • Ṣāḥibu l-maydān
    Ṣāḥibu l-maydān (arabisch  صاحب الميدان): der Besitzer des Feldes, Gebietes, Schlachtfeldes
  • Sajda
    Sajda (arabic: سجدة‎): Niederwerfung
  • Ṣalāh
    Ṣalāh , auch salat (arabisch ‏صلاة‎, Plural: ‏صلوات‎, ṣalawāt, im Koran: ‏صلوة‎): das rituelle Gebet im Islam und die oberste Pflicht (fard) für alle volljährigen Muslime. Es ist das tägliche Ritualgebet in Richtung Mekka (Standort der Kaaba), der Qibla, das zu festgelegten Zeiten fünfmal am Tag zu verrichten ist. Bei den Sufis gilt das Ṣalāh als das größte dhikr.
  • Salām
    Salām, auch Salam (arabisch ‏سلام‎) "Frieden, Wohlbehaltenheit, Unversehrtheit" ist eines der arabischen Wörter für Frieden. Gleichzeitig ist es ein üblicher Gruß im arabischen Sprachkontext (vollständig: ‏السلام عليكم‎ as-salāmu ʿalaikum "der Frieden auf euch!, Friede sei mit dir/euch!").
  • Ṣalawāt
    Ṣalawāt (arabisch صلوات‎, im Koran: صلوة‎): die rituellen Gebete im Islam; Plural von Ṣalāh
  • Ṣāliḥīn
    Ṣāliḥīn (arabisch الصالحين): "die Tugendhaften, die Rechtschaffenen";
  • sanjāq
    sanjāq: (arabisch سنجاق): Fahne, Banner, Standarte; osmanische Verwaltungseinheit
  • Sayyid
    Sayyid, auch Saiyid, Saiyed oder Sayed (arabisch سيّد), weibl.: Sayyida): Herr; der Ehrentitel der Nachkommen Mohammeds.
  • Sayyidinā
    Sayyidinā (arabisch سَيِّدِنَا): unser Herr; der Ehrentitel der Nachkommen Mohammeds.
  • Scheich
    Scheich (arabisch ‏شيخ‎, UNGEGN shaykh, DMG šaiḫ; Plural arabisch ‏مشايخ‎ , UNGEGN mashāyikh, DMG mašāyiḫ) bezeichnet den spirituellen Meister, der den Menschen auf den mystischen Pfad (Tariqa) führt. Gegenpart zum Scheich ist in der sufischen Terminologie der Murid (wörtlich „der Wollende“). Damit wird derjenige bezeichnet, der den Willen hat, unter Anleitung eines Scheichs den Pfad der Erkenntnis zu beschreiten. Der richtige Umgang des Murid mit seinem Scheich gehört zu den wichtigsten Regeln des Sufismus. Um in seinen Bemühungen erfolgreich zu sein, muss sich der Murid ganz der Autorität seines Scheichs unterwerfen. Zur Begründung dieser Lehre wird in den sufischen Handbüchern meist auf die koranische Erzählung über Moses und den Gottesknecht (Koran 18:60-82) verwiesen, der in der islamischen Tradition mit al-Chidr identifiziert wird.
  • Shaᶜbān
    Shaᶜbān (arabisch شعبان) ist der achte Monat des islamischen Kalenders. Vormonat ist der Rajab, Folgemonat der Ramadan. Zusammen mit diesen beiden Monaten genießt der Shaᶜbān im Islam besonders große Wertschätzung. Eine Äußerung, die dem Propheten Mohammed zugeschrieben wird, lautet: "Der Rajab ist der Monat Gottes, der Shaʿbān ist mein Monat und der Ramaḍān ist der Monat meiner Gemeinschaft."
  • Shafaᶜa
    Shafāᶜa (arabisch شفاعه‎‎, ): Fürbitte; die Bitte eines Heiligen oder des Propheten (saws) an Gott um Vergebung für andere. Shafāᶜa ist mit dem Begriff Tawassul verbunden. Shafāᶜa ist von shafᶜ (arabisch شَّفْعُ) abgeleitet, das gerade - im Gegensatz zu sonderbar - bedeutet.
  • Shahāda
    Shahāda (arabisch الشهادة): Zeugnis, Bezeugung, auch tashahhud (تشهد) genannt, ist das Glaubensbekenntnis des Islams, das die erste der fünf Säulen des Islam bildet. Es lautet: "Es gibt keinen Gott außer Gott, Muhammad ist der Gesandte Gottes.", لا إله إلا الله محمد رسول الله, "Lā ilāha illāllāh, Muḥammadu r-rasūlullāh." 
  • Shahīd
     Shahīd, auch Schahid (arabisch شَهِيد) pl. shuhadā. Es ist von der Wortwurzel shahada („zeugen, Zeugnis ablegen, bezeugen“) abgeleitet und hat die gleiche Grundbedeutung „Zeuge“, „Blutzeuge“ wie das griechische Wort, von dem der Begriff Märtyrer abgeleitet ist. Auch der Begriff Shahāda, der das islamische Glaubensbekenntnis bezeichnet, hängt damit zusammen.
  • Sharaf
    Sharaf: (arabisch شرف): Ehre
  • Sharīᶜah
    Sharīᶜah (arabisch شريعة) religiöses Gesetz, Ritus; wörtlich „Weg zur Tränke, Weg zur Wasserquelle, deutlicher, gebahnter Weg“
  • sharīf
    sharīf (arabisch شريف): edel, vornehm; das edle Land, d.h. Syrien, im Besonderen Damaskus; der religiöse Titel der Nachkommen des Propheten Mohammed, die von ihm über seinen ältesten Enkel Hasan abstammen;
  • Shawwāl
    Shawwāl (arabisch شوّال) ist der zehnte Monat des islamischen Mondkalenders.
  • Shaykh
    Shaykh (arabisch ‏شيخ‎, Plural arabisch ‏مشايخ‎ , mashāyikh) bezeichnet den spirituellen Meister, der den Menschen auf den mystischen Pfad (Tariqa) führt. Gegenpart zum Scheich ist in der sufischen Terminologie der Murid (wörtlich „der Wollende“). Damit wird derjenige bezeichnet, der den Willen hat, unter Anleitung eines Scheichs den Pfad der Erkenntnis zu beschreiten. Der richtige Umgang des Murid mit seinem Scheich gehört zu den wichtigsten Regeln des Sufismus. Um in seinen Bemühungen erfolgreich zu sein, muss sich der Murid ganz der Autorität seines Scheichs unterwerfen. Zur Begründung dieser Lehre wird in den sufischen Handbüchern meist auf die koranische Erzählung über Moses und den Gottesknecht (Koran 18:60-82) verwiesen, der in der islamischen Tradition mit al-Khidr identifiziert wird.
  • Shayṭān
    Shayṭān (arabisch ‏شيطان‎): Teufel; das Wort leitet sich aus dem Verb shatana ab und bedeutet so viel wie er war entfernt. shayṭān sind demnach alle, die sich vom Guten entfernen.
  • Shuhadā
    Shuhadā, sg.: Shahīd: „Zeugen“, „Blutzeugen“; "Märtyrer"
  • Shukr
    Shukr (arabic شكر): Dankbarkeit, Dank
  • Subḥānahu wa taᶜāla
    Subḥānahu wa taᶜāla (سبحانه و تعالى): "Gepriesen und hoch gelobt sei er."; Die Abkürzung ist (swt); Ausdruck, der der Erwähnung des Namens Allāh folgt.
  • Subḥānallāh
    Subḥānallāh (arabic: سبحان الله‎), "Ehre sei Gott."
  • Ṣuḥba
    Ṣuḥba (arabisch صُحْبَة): Gemeinschaft, Freundschaft
  • Suḥūr
    Suḥūr (arabisch سُحُور): wörtl. "von der Dämmerung"; die letzte Mahlzeit vor dem Fastenbeginn eines Tages, im letzten Drittel der Nacht vor Sonnenaufgang. Der Begriff bezeichnet die Speisen und Getränke, die man in dem genannten Zeitraum, den man die „Zeit des Suḥūr“ nennt, verzehrt. Suḥūr ist die Infinitivform und bezeichnet die Handlung selbst.
  • Sulṭān
    Sulṭān (arabisch سلطان): Herrschaft, Herrscher; ist ein islamischer Herrschertitel (auch Personenname), der ab dem 10. Jahrhundert in verschiedenen Epochen und Gegenden der Welt benutzt wurde, beispielsweise in Indien und im Osmanischen Reich.
  • Sunna
    Sunna (arabisch سنة) wörtl. "Brauch, gewohnte Handlungsweise, überlieferte Norm"; Pl. sunan (arabisch سنن). Sunna ist die Kurzbezeichnung für die zu befolgende sunnat an-nabī, die Handlungsweise des Propheten Muḥammad (saws). Das zugehörige Verb ist sanna, istanna (استنّ سنّ): vorschreiben, etw. einführen.
  • Sūra
    Sūra (arabisch سُورَةٌ‎): ein Kapitel des Korans.
  • Tabiyyun
    Tabiyyun : jene, die nach dem Tode Muḥammads (saws) lebten, aber sich mindestens mit einem seiner Gefährten unterhalten hatten.
  • Tafsīr
    Tafsīr (arabisch تفسير): „Erklärung, Deutung, Erläuterung". Als Koranexegese bezeichnet man die Auslegung bzw. Interpretation des Korans. Al-Jurjānī definierte den Begriff Tafsīr in dem spezifisch religiösen Sinn als „die Erklärung des Sinns (maʿnā) eines Koranverses, seiner Bedeutung (shaʾn), Geschichte (qiṣṣa) und des Anlasses, aufgrund dessen er herabkam (asbāb an-nuzūl, arabisch أسباب النزول), mit einem Ausdruck, der in evidenter Weise darauf hinweist.“
  • Tahajjud
    Tahajjud (arabisch تهجد‎), "Nachtwache", ist ein freiwilliges Gebet in der Nacht.
  • Ṭahāra
    Ṭahāra (arabisch طهارة): rituelle Reinheit. Die Bedeutung ist im Allgemeinen "Sauberkeit", bzw. "Abwesenheit von Ekelerregendem".
  • Tahlīl
    Tahlīl (arabisch تَهْلِيل): Bekenntnis. Tahlīl bezeichnet das islamische Einheitsbekenntnis "Lā ilāha illāllāh."  (arabisch لَا إِلَهَ إِلَّا اللّٰه); "Es gibt keinen Gott außer Gott."
  • Taḥmīd
    Taḥmīd bezeichnet die Phrase Al-ḥamdu lillāh (arabisch الحَمْد لله‎‎): "Lob sie Gott".
  • Takbīr
    Takbīr (arabisch تَكْبِير), bezeichnet die Phrase Allāhu Akbar (arabisch الله أكبر): "Gott ist am größten.".
  • Taqwa
    Taqwa (arabisch تَقْوَى): "Rechtschaffenheit, Frömmigkeit"
  • Tarāwīh
    Tarāwīh (arabisch تراويح), beziehungsweise salātu t-tarāwīh, ist die arabische Bezeichnung für die islamischen Gebete, die im Monat Ramadan täglich nach dem Nachtgebet (صلاة العشاء / ṣalātu l-ʿishāʾ) vollzogen werden und einen wichtigen rituellen Bestandteil des Fastenmonats bilden. Tarāwīḥ ist die Pluralform des arabischen Worts tarwīḥa, was übersetzt "Erholung", "Erquickung" oder "Pause" bedeutet. Der Begriff verweist auf die Erholungsphasen zwischen den jeweiligen Gebetsabschnitten.
  • Ṭarīqa
    Ṭarīqa (arabisch ‏طريقة‎, Plural ‏طرق‎  ṭuruq)‚ Weg, Pfad, Methode; Ṭarīqa ist ein Begriff aus dem Sufismus der geistige Weg, den der Sufi beschreitet, um zur göttlichen Wahrheit zu gelangen eine Gemeinschaft von Menschen, die einem solchen Weg folgt – ein Sufi-Orden, oder eine Sufi-Bruderschaft
  • Taṣawwuf
    Taṣawwuf (arabisch ‏تَصَوُّف‎): ist die arabische Bezeichnung für Sufismus.
  • Tasbīḥ
    Tasbīḥ bezeichnet die Phrase Subḥānallāh (arabisch سبحان الله‎‎): "Gepriesen sei Gott".
  • Tashahhud
    Tashahhud (arabisch تشهد), auch Shahāda (arabisch الشهادة), oder Kalimat ash-Shahāda (arabisch كلمة الشهادة): Zeugnis, Bezeugung; ist das Glaubensbekenntnis des Islams, das die erste der fünf Säulen des Islam bildet. Es lautet: "Es gibt keinen Gott außer Gott, Muhammad ist der Gesandte Gottes.", لا إله إلا الله محمد رسول الله, "Lā ilāha illāllāh, Muḥammadu r-rasūlullāh." 
  • Tawakkul
    tawakkul(arabisch تَوَكُّلْ) Gottvertrauen; von wakala (arabisch وَكَلَ) vertrauen, (zum Vertreter) ernennen.Siehe auch Wakil.
  • Tawassul
    Tawassul, abgeleitet von wasala  (arabisch وسل‎‎) und wasīlah (arabisch وسيلة‎‎): Zuflucht suchen bei einem Freund Gottes / Heiligen, damit dieser Fürbitte hält bei Gott.
  • Tawba
    Tawba (arabisch توبة): Reue, reumütige Umkehr des Menschen zu Gott
  • Tazkiyah
    Tazkiyah (arabisch تَزْكِيَة‎) Reinigung. Oft im Zusammenhang als tazkiyatu n-nafs (arabisch تَزْكِيَةُ أَلنَّفْسِ) verwendet, was Reinigung/Heiligung der Seele heißt.
  • Thanā’
    Thanā’ (arabisch ثَنَاء) bedeutet Lobrede.
  • Thawāb
    Thawāb (arabisch ثواب‎‎): "Lohn"
  • Umma
    Umma (arabisch أمة) bezeichnet die religiös fundierte Gemeinschaft der Muslime. Der Begriff ist meist von dem Adjektiv islāmī (arabisch إسلامي) begleitet, also al-Umma al-islāmīya (arabisch الأمة الإسلامية).
  • Wa ᶜalaikum s-salām wa-raḥmatullāhi wa barakātuhu
    Wa ᶜalaikum s-salām wa raḥmatullāhi wa barakātuhu  (arabisch وعليكم السلام ورحمة الله وبركاته )  „Und auf euch sei Frieden und Gottes Erbarmen und sein Segen.“
  • wa min Allāhi t-tawfiq
    wa min Allāhi t-tawfiq: Und von Gott kommt Erfolg.
  • wājib
    wājib (arabisch واجب): geboten, das Gebotene.
  • Wakil
    Wakil (arabisch وَكِيل) Stellvertreter, Repräsentant; von wakala (arabisch وَكَلَ) vertrauen, (zum Vertreter) ernennen.
  • Walī
    Walī (arabisch ‏ولي‎): Verbündeter, Freund Gottes, Helfer, Beschützer und Heiliger. Walī ist jemand, dem Gott nahe ist und der selbst Gott nahe ist.
  • Waschwasch
    Waschwasch (arabisch وَشْوَشَ): "Wispern, Flüstern"
  • Wasīlah
    Wasīlah (arabisch وَسِيلَةٌ pl. وَسَائِلُ): wörtl. Mittel. Wasīlah bezeichnet i.) einen Rang, der, durch die Nähe zur Macht, selbst Macht verleiht und ii.) einen Ort im Paradies.
  • Wazīfa
    Wazīfa  Plural Wazā’if: (spirituelle) Aufgabe, Übung; Anrufung der göttlichen Eigenschaften / Namen.
  • Wuḍū’
    Wuḍū’ (arabisch وضوء) ist die kleine rituelle Waschung zur Erzielung der rituellen Reinheit (Ṭahāra).
  • Yarḥamukallāhu
    Yarḥamukallāhu (arabisch يَرْحَمُكَ اللّٰهُ‎): "Möge Gott zu dir barmherzig sein."
  • Yawm ad-dīn
    Yawm ad-dīn (arabisch ويوم الدين): Tag des Gerichts; auch Yawm al-qiyāmāh (arabisch يوم القيامة): der jüngste Tag‚ Tag der Auferstehung;  auch Yawm al-Āḫar  (arabisch يوم الأخر):  der letzte Tag; Yawm al-Ḥiṣāb (arabisch يوم الحساب): Tag der Abrechnung; oder al-Saᶜa (arabisch السَاعَة): die (Letzte) Stunde
  • Yawm al-Āḫar
    Yawm al-Āḫar  (arabisch يوم الأخر):  der letzte Tag; auch Yawm al-qiyāmāh (arabisch يوم القيامة): der Jüngste Tag‚ Tag der Auferstehung;  auch Yawm al-Ḥiṣāb (arabisch يوم الحساب): Tag der Abrechnung; Yawm ad-dīn, ويوم الدين): Tag des Gerichts oder al-Saᶜa (arabisch السَاعَة): die (letzte) Stunde
  • Yawm al-Ḥiṣāb
    Yawm al-Ḥiṣāb (arabisch يوم الحساب): Tag der Abrechnung; auch Yawm al-qiyāmāh (arabisch يوم القيامة): der jüngste Tag‚ Tag der Auferstehung;  auch Yawm al-Āḫar  (arabisch يوم الأخر):  der letzte Tag; Yawm ad-dīn, ويوم الدين): Tag des Gerichts oder al-Saᶜa (arabisch السَاعَة): die (Letzte) Stunde
  • Yawm al-qiyāmāh
    Yawm al-qiyāmāh (arabisch يوم القيامة): der jüngste Tag‚ Tag der Auferstehung;  auch Yawm al-Āḫar  (arabisch يوم الأخر):  der letzte Tag; Yawm al-Ḥiṣāb (arabisch يوم الحساب): Tag der Abrechnung; Yawm ad-dīn, ويوم الدين): Tag des Gerichts oder Al-saᶜa: die (letzte) Stunde
  • Zakāt
    Zakāt (arabisch زكاة): Reinheit, Lauterkeit, Zuwachs; verpflichtende Abgabe eines bestimmten Anteils des Besitzes an Bedürftige und andere festgelegte Personengruppen. Sie bildet eine der fünf Säulen des Islams.
  • Zāwiya
    Eine Zāwiya (arabisch زاوية ; persisch درگاه dargāh osmanisch تكيه tekye; bosnisch tekija; albanisch teqe;   bzw. خانقاه chāneqāh, aus letzterem auch transkribiert Khanqah, Khaniqah oder Khanqa; pl. die Tekken) ist ein Zentrum einer Sufi-Bruderschaft (Derwisch-Orden) und bedeutet so viel wie „Rückzugsort“, „Schutz“ und „Asyl“. Es finden dort hauptsächlich Dhikr-Zeremonien statt.
  • Ẓuhr
    Ẓuhr (arabisch ظَهْر  ,  Plural أَظْهُر ,ظُهُور) Mittag