Shaykh
bezeichnet den spirituellen Meister, der den Menschen auf den mystischen Pfad (Ṭarīqah) führt. Gegenpart zum Shaykh ist in der sufischen Terminologie der Murīd. Damit wird derjenige bezeichnet, der den Willen hat, unter Anleitung eines Scheichs den Pfad der Erkenntnis zu beschreiten. Der richtige Umgang des Murīd mit seinem Shaykh gehört zu den wichtigsten Regeln des Sufismus. Um in seinen Bemühungen erfolgreich zu sein, muss sich der Murīd ganz der Autorität seines Shaykhs unterwerfen. Zur Begründung dieser Lehre wird in den sufischen Handbüchern meist auf die koranische Erzählung über Moses und den Gottesknecht (Koran 18:60-82) verwiesen, der in der islamischen Tradition mit al-Khidr identifiziert wird.
