Der Sufi-Weg

As-salāmu ᶜalaykum wa-raḥmatullāhi wa barakātuh.

Aᶜūdhu billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīmBismillāhi r-raḥmāni r-raḥīm.

Aṣ-ṣalātu wa-s-salāmu ᶜalā Rasūlinā Muḥammadin Sayyidi l-awwalīna wa-l-ākhirīn. MadadRasūluLlāh, madad yā Sādātī Aṣḥābi RasūlaLlāh, madad yā Mashāyikhanā, dastūr Mawlānā Shaykh ᶜAbd Allāh al-Fā’iz ad-Dāghistānī, Shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī. Madad.

Tariqatuna ṣ-ṣuḥba, wa l-khayru fi l-jamᶜīyah.

Nichts ist wie der Weg des Sufismus; es geht darum, sein Ego zu trainieren. Der Sufi-Weg soll einen von der Unreinheit dieser Welt reinigen. Es wird der Weg der Reinigung (tazkiyah) genannt. Der Sufismus ist daher der Weg derer, die auf dem Weg der Religion die Reife erreicht haben. Dies ist der Weg des Propheten (ﷺ).  Es ist nicht einfach. Manchmal wollen die Leute schöne Worte hören; sie lieben es, gelobt zu werden. Sie sind sehr glücklich, wenn sie gelobt werden. Wenn sie ein schlechtes Wort hören, regen sie sich auf und reden zurück, sie wehren und beschweren sich: „So war ich…“ Das ist nicht Sufismus.

Ob Lob oder Tadel, die beiden sollten gleich sein. Es sollte für das Ego nicht unerträglich sein. Wie? Ihr werdet nicht fröhlich sein, wenn ihr gelobt werdet. Der Prophet (ﷺ) sagte: „Nimm eine Hand voller Erde aus dem Boden, breite sie auf das Gesicht desjenigen, der dich gelobt hat, damit er dich nicht wieder lobt.“ Werde nicht zornig oder traurig über den, der schlecht über Dich redet. Ihr müsst wissen, dass dies für die Ausbildung eures Egos ist. Das ist, was Sufismus ist.

Sie behandelten Sayyidinā Bāyazīd Bistāmī (as) so schlecht, dass sie ihn manchmal fast töteten. Er, andererseits, bat, um deren Vergebung und sagte über das, was sie taten: „Sie hätten mich getötet, wenn sie gewusst hätten, dass sie damit so viel Gutes verdienen würden.“ Das (Lob und Tadel) ist gut für normale Menschen, aber für Menschen auf dem Sufi-Pfad sollten es gleichgültig sein, ob sie geliebt oder verflucht werden. Möge Allah (ﷻ) unser Ego trainiert werden lassen. Nur wir kennen unseren eigenen Zustand. Möge Allah (ﷻ) uns nicht entehren, inshāʼllāh.

Wa min Allāhi t-tawfīq, al-Fātiḥah.

Vortrag von Shaykh Muḥammad ᶜᾹdil ar-Rabbānī am 21. Jänner 2019 / 15. Jumādā l-ūlā, 1440

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