Verbindet euch!

Selbst wenn ihr euch stark fühlt, nutzt euer Wissen und verschwendet eure Energie nicht für diejenigen, die nie verstehen werden. Gib ihnen, was sie brauchen und mit dem sie glücklich werden. Gib dem Esel Stroh und Gerste an das Pferd. Katzen werden Gerste nie mögen.

Großscheich ᶜAbd Allāh al-Fā’iz ad-Dāghistānī (qs) erzählte mir die folgende Geschichte: Es war einmal eine Person, die seinem Nachbarn sagte: „Meine Katze isst nur Fleisch, sonst nichts.“ „Du gibst ihr keine gute Erziehung. Gib sie mir für 3 Tage. Ich werde sie lehren, Gerste zu essen.“ „Das klingt unmöglich.“ „Keine Sorge, ich bin ein Experte in solchen Angelegenheiten.“

Der Nachbar gab ihm seine Katze. Er nahm die Katze, sperrte sie in einen Käfig, in dessen Innerem es nur Wasser gab. Außerhalb des Käfigs stellte er eine Schüssel Gerste, gemischt mit Wasser hin. Die Katze fing an zu miauen. Dies dauerte 3 Tage. Dann ging der Mann nebenan und forderte seinen Nachbarn auf, zu kommen und zu schauen: „Jetzt weiß deine Katze, wie man Gerste isst, ich bin gerade damit fertig, sie zu unterrichten.“ Der Besitzer kam und öffnete den Käfig. Die Gerste stand noch da und die Katze rannte direkt hin und fing an, mit Vergnügen zu fressen.

Wenn eine Person also nicht versteht, verschwendet nicht eure Zeit und Energie. Gebt jedem, was er braucht. Nicht mehr! Wenn ihr mehr gebt, werdet ihr euer Wissen verschwenden. Wenn eine Person beginnt, mit euch zu streiten, streitet nicht zurück, denn Streits löschen die Lichter des Glaubens. Wenn dumme Leute kommen, um mit dir zu streiten, sag ihnen: „Ich glaube nicht, woran du glaubst, also geh weg!“

Der Islam hat Vollkommenheit, weil er nicht von Menschen gemacht ist, sondern vom Himmel kommt. Er wurde herabgesandt, um ein perfektes Programm für das Leben der Menschheit zu geben. Heutzutage gibt es viele Leute, die Computerprogrammierer sind. Ihr wäret dazu nicht in der Lage. Nicht jeder kann das. Bevor sie dies können, müssen sie viel lernen. Das komplette Programm des Lebens in seinen vollkommenen Bedingungen wurde vom Herrn der Himmel programmiert. Unser Verstand könnte ein so vollständiges Programm nicht ausarbeiten. Das ist Wissen, das jeder wissen sollte.

Der Islam ist gekommen, um Verbindungen zwischen den Menschen herzustellen. Er will nie, dass die Menschen voneinander abgeschnitten werden. Männer und Frauen sollten als Ehemänner und Ehefrauen verbunden sein, Kinder miteinander, Schwestern, Nachbarn, Schüler und Lehrer, Lehrer und Schüler, Regierungen mit dem Volk, das Volk mit den Regierungen. Der Islam ermöglicht es nie, Verbindungen zwischen den Menschen abzuschneiden.

In unseren Tagen ist es das Gegenteil. Wir finden alle getrennt und jeder will unabhängig in seinem eigenen Turm sein. Sie sagen: „Ich bin allein und ich lebe gerne mein eigenes Leben, ich kümmere mich nicht um andere. Ich bin in meinem Elfenbeinturm.“ Sie wollen Seidenraupen in ihrem Kokon sein. Das ist die Mode. Die Menschen wollen von allen getrennt werden. Niemand kann dir näher sein als deine Eltern. Aber heutzutage entfliehen die Menschen ihren Eltern. Sie wollen frei sein, allein.

Selbst wenn Menschen heiraten, wollen sie frei sein, sie wollen in ihren eigenen Kokons sein. Manchmal schon nach der ersten Nacht.

Fanatische Ungläubige, die sich selbst als Muslime bezeichnen, verhalten sich so, dass die meisten Menschen den Islam heute nicht akzeptieren können. Der Islam gibt einer Person keine Chance, sich von ihrem eigenen Zentrum zu trennen. Aber heute sagen uns unsere Kinder, dass wir altmodisch sind und dass sie es besser wissen. Sie wollen keinen Rat. Sie schneiden sich von denen ab, die ihnen am nächsten sind. Der Islam hat die Menschen in einer perfekten Verbindung zusammengebracht.

Wenn ein Baum wächst, wird das Holz härter und höher. Nach einer Weile wird er Zweige bekommen, aber diese Zweige werden immer mit den Wurzeln verbunden sein. Die Zweige sind frisch, aber sie sind nicht zu stolz, um angeschlossen zu bleiben. Wenn sie es täten [zu stolz sein], würde die Axt sie abschneiden und nach ein paar Minuten wären sie tot. Früher waren die Menschen bei ihren Eltern. Sie hätten geweint, wenn ihre Eltern ein neues Haus gebaut hätten, in dem sie hätten leben können. Sie waren unter ihren Fittichen, weil himmlische Segnungen durch die Alten kommen, durch die Wurzeln kommen.

Je mehr eine Gemeinschaft zusammenhält, desto mehr Macht, Licht, Weisheit und Segen wird sie von Allah bekommen. Wenn dies nicht der Fall ist, verliert sie die Segnungen, die Weisheit, die Lichter und sogar ihr Leben. Deshalb hat der Islam so viele Feinde, weil er Menschen verbindet, ihr Herz verbindet und den Menschen keine Chance gibt, von ihren Vorfahren, Wurzeln und Kulturen abgeschnitten zu sein.

Heute haben diese Teufel jede Kultur auf den Kopf gestellt. Ihr müsst gegen jede Idee betreffend dieses Punktes kämpfen. Ihr werdet nie einen Ismus finden, um die Menschen irgendwelche guten Manieren zu lehren. Jeder Ismus will die Menschen voneinander trennen.

Das ist das Hauptziel des satanischen Reiches auf Erden. Satan hat sein Reich auf Erden errichtet, und er weiß, dass, wenn die Verbindungen zwischen den Menschen nicht abgeschnitten sind, das satanische Reich nicht in Kraft sein kann. Er wird also mit allen Mitteln die Menschen voneinander trennen. Scheich Sharafuddīn ad-Dāghistānī (qs) sagte zu Großscheich ᶜAbd Allāh al-Fā’iz ad-Dāghistānī (qs), dass eine Periode kommen würde, in der 5 Feinde sich an einen Tisch setzen und essen werden: Frau und Ehemann gegeneinander, Kinder gegen ihre Eltern und untereinander, … Das ist die Zeit, in der wir leben.

Die Menschen sind sogar gegeneinander, wenn es darum geht, welche Fußballmannschaft sie unterstützen. Dieser törichte Fußball führt sogar dazu, dass sich die Menschen gegenseitig töten! Der Islam nimmt all diese schlechten Manieren weg und wird Perfektion bringen. Wenn Satan zwei Menschen zusammensitzen und glücklich sein, sieht, wird er zu einem von ihnen kommen und anfangen zu flüstern: „Warum sitzt du mit dieser Person, die ist so ein Idiot!“ Dann geht er zum anderen und flüstert: „Siehe ihn dir an, er denkt nur an sich selbst!“ So beginnen Streitereien.

Wa-min Allāhi t-tawfīq, al-Fātiḥah

Vortrag von Shaykh Nāzim ᶜᾹdil al-Haqqānī am 1. Januar 1996 / 9. Shaᶜbān 1416

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