Wie man Gott (ﷻ) näher kommt

Durch freiwillige Anbetung

Unser Heiliger Prophet () fragt: “Wie kann ein Gläubiger Allah (awj) näherkommen?” Es geschieht durch freiwillige Anbetung. Das Ausführen von Farḍ ist der Befehl Allahs (ﷻ) an die Menschen. Die Dinge, die getan werden müssen, sind die fünfmaligen Gebete, das Fasten, die Zakah und der Hadsch. Diese müssen getan werden. Abgesehen von ihnen gibt es nafl Anbetung wie Sunnah-Gebete [in Verbindung mit den Pflichtgebeten], wājib und bestätigte Sunnah (Sunnah mu’akkadah). Sunnah von Fajr, Ẓuhr, ᶜAṣr, Maghrib, ᶜIshā’ Gebete sind mu’akkadah. Und neben dem gibt es noch mehr Nafl-Anbetung, wie z.B. das Beten der letzten beiden Rakaᶜāt des Ẓuhr-Gebets als vier Rakaᶜāt, das Sunnah-Gebet von ‘ᶜAṣr, Ṣalātu l-Awwābīn nach Maghrib, Ishraq- und Duha-Gebete. Dies sind die Nafl-Gebete. Wer will, darf beten, wer nicht will, kann sie überspringen. Aber diejenigen, die Allah (awj) näherkommen wollen, sollten mehr diese, möglichst, beten. Je mehr ihr euch Allah (awj) nähert, desto mehr Nutzen werdet ihr haben.

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Keine Entschuldigung

Allah (awj) sagt in einem Ḥadīth qudsī: “Meine Diener nähern sich mir durch freiwillige Anbetung. Wenn sie mir näherkommen, werde ich zu ihren Händen und zu ihren Füßen, mit denen sie gehen.” Allah (awj) gibt den Menschen mit diesem Ḥadīth qudsī eine gute Nachricht. Wenn sich die Menschen Allah (awj) so weit wie möglich nähern können, müssen sie dies tun. Wenn Gläubige und die Menschen von Ṭarīqah, dies nicht tun können, wird Allah (ﷻ) immer noch gemäß ihren Absichten geben. Das wollen wir tun. Wir machen unserer Absicht entsprechend alle Sunnah- und Farḍ-Gebete. So möge Allah (ﷻ) uns helfen.

Viele Menschen sagen heutzutage, dass sie nicht beten können und dass sie in einen Zustand geraten, wenn sie beten. Dieser Zustand ist keine Entschuldigung. Das Ausführen des Farḍ-Gebets ist der Befehl Allahs (ﷻ) an jeden Muslim. Wir müssen es tun. Wie?

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Bei Krankheit

Wenn eine Person krank ist, kann sie im Sitzen beten, wenn sie nicht im Stehen beten kann. Und selbst wenn sich sein Körper überhaupt nicht bewegen kann, muss er mit den Augen beten.

Heutzutage sagen die Leute: “Dies oder jenes passiert in einem Gebet, also kann ich nicht beten. Es lässt mich nicht beten.” Was dich nicht beten lässt, ist dein Ego. Du musst dein Ego brechen und dieses Gebet verrichten. Es gibt keine andere Lösung. Wenn du betest, werden die Zustände, von denen du sprichst, verschwinden. Diese Zustände werden mit der Erlaubnis Allahs (ﷻ) verschwinden. Für Farḍ gibt es keine Entschuldigung.

Wenn es Dinge gibt, die ihr nicht tun könnt, wenn ihr nicht fasten könnt, weil ihr krank seid, müsst ihr stattdessen Fidyah geben. Aber Beten ist obligatorisch. Beten hat keine Fidyah.

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Freude und Leichtigkeit

Wie gesagt, auch wenn sie sich überhaupt nicht bewegen können, müssen sie mit ihren Augen beten. Wenn sie nicht sprechen können, müssen sie beten, indem sie innerlich vor sich hin rezitieren. Es ist farḍ, es zu tun. Niemand kann es für sie tun. Wenn sie sterben, möge Allah (ﷻ) ihnen vergeben, sie können tun, was sie wollen.

Möge Allah uns beschützen. Möge Allah (ﷻ) Leichtigkeit und Freude an der Anbetung geben. Wenn Menschen beten, empfinden sie Freude und Schönheit. Wer das nicht fühlt, flüchtet in Ausreden. Möge Allah (ﷻ) uns allen diese Freude und Schönheit schenken. Mögen wir das Licht des Īmāns und den Frieden in unseren Herzen haben, inschallah. Sorgen verschwinden mit Frieden, inschallah.

Wa min Allāhi t-tawfiq. Al-Fātiḥah.

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Vortrag von Shaykh Muḥammad ᶜᾹdil ar-Rabbānī am 24. Mai 2024 / 16. Dhū l-Qaᶜda 1445

Wie man Gott (ﷻ) näher kommt

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